Am 19. September 2020 findet in Berlin erneut der „Marsch für das Leben“ statt. Trotz Corona-Ansteckungsrisiko wollen die selbsternannten „Lebensschützer“ auch dieses Jahr mit bis zu 5.000 Menschen gegen Abtreibung und körperliche Selbstbestimmung demonstrieren. Unter dem Deckmantel des „Lebensschutzes“ propagiert der „Marsch für das Leben“ ein christlich-fundamentalistisches Weltbild . Entgegen des vorgeblichen Ziels ist für sie jedoch nicht jedes Leben gleich schützenswert: Bedacht wird dabei stets nur das „ungeborene Leben“, nicht die Lebensgefahr, in die schwangere Personen durch Abtreibungsverbote gebracht werden. Außerdem vertreten sie konservative Geschlechterrollen, eine rigide Sexualmoral, sind homo- und transfeindlich und berufen sich dabei auf Gott und die Bibel.

Wenn auch du keinen Bock auf diese antifeministische und nationalistische Scheiße hast, dann schließ dich den Gegenprotesten an! Antifeminismus die Show stehlen: Abtreibung legalisieren – Femizide stoppen – Carearbeit umverteilen!

Aktionistische Pro-Choice-Rallye: 19. September 2020 / ab 13 Uhr / unterschiedlichen Orte in Berlin-Mitte
Weitere Infos: whatthefuck.noblogs.org

 

Diese Zeiten sind stressig und belastend für viele–besonders aber für Frauen*!

Viele Probleme, die wir eh schon haben, werden durch die Krise noch verschärft. Ständig zu Hause sein, die Familie auf engem Raum, Angst um den Job oder die Wohnung haben, keine oder nur wenige Treffen mit Freund*innen: das kann bei vielen zu Stress, Frust und schlimmstensfalls zu Gewalt führen. Diese Gewalt richtet sich häufig gegen die Frauen* und Kinder der Familie. Manchmal ist sie laut, sie kann aber auch leise sein.
Aber Du kannst dir Hilfe holen, um die Gewalt gegen Dich zu beenden und die Situation zu entspannen. Dafür gibt es viele Wege, die mit Dir am Telefon durchgegangen werden. Auch eine sichere Unterkunft kann in Berlin für Dich und deine Kinder gefunden werden. Die Unterbringung ist natürlich kostenlos und anonym. Auch als Nachbar*in, Bekannte*r, Freund*in und Kolleg*in kannst Du Hilfe leisten:

— Erkundige dich bei der betroffenen Frau, wie es ihr geht und ob sie Hilfe braucht

— Signalisiere Unterstützung: „Ich bin für dich da, wenn Du da raus möchtest, auch wenn das jetzt noch nicht geht“

— Gib ihr die Kontaktdaten von Gewaltberatungsstellen oder Frauenberatungsstellen

— Sind Schreie im Haus zu hören, solltest du den Fernseher nicht lauter drehen, sondern genau darauf achten, was passiert.

— Wirst du Zeug*in von Gewalt, dann kannst du eingreifen, indem du klingelst oder an die Tür klopfst. Wer sich nicht traut, die Gewalt direkt anzusprechen, kann bereits mit einer ablenkenden Intervention helfen. Das kann beispielsweise die Frage sein “Können Sie mir Zucker borgen?” oder “Wie spät ist es?”.

— Falls du die Situation nicht einschätzen kannst oder dich selber schützen willst, hol dir von anderen Hilfe.

Bleibt solidarisch miteinander! Lasst uns als solidarische Nachbar*innen gemeinsam gegen Gewalt an Frauen* kämpfen!

Hilfe · Telefon bei Gewalt gegen Frauen
Help phone for violence against women
Kadına yönelik şiddet için yardım telefonu
Berlin: 030 6110300

Weitere Notfallnummern
Berliner Krisendienst: 030 390 63 10
Lara – Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen: 030 216 8888
Kinder- und Jugendseelsorge: 0800 1110333

 

Quelle: https://kiezkommune.noblogs.org/post/2020/04/15/diese-zeiten-sind-stressig-und-belastend-fuer-viele-besonders-aber-fuer-frauen/

Am 16. September 2017 wollen erneut christliche FundamentalistInnen durch Berlin marschieren. Unter dem scheinheiligen Motto "Marsch für das Leben" rufen selbsternannte "Lebensschützer" um den Bundesverband Lebensrecht bereits seit mehreren Jahren zu Demonstrationen gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen* auf. Ihr Kernanliegen ist das Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen. Aus dem gesamten Bundesgebiet und dem nahen europäischen Ausland karren sie regelmäßig mehrere tausend TeilnehmerInnen heran.

Auch in diesem Jahr wollen antifaschistische und queer-feministische Gruppen an die erfolgreichen Gegenproteste der letzten Jahre anknüpfen. Das Bündnis What the Fuck ruft für 10.30 Uhr zu einer queer-feministischen Demonstration am U-Bhf. Wittenbergplatz auf. Anschließend soll ab 13 Uhr im Regierungsviertel gegen die Auftaktkundgebung des "Marsch für das Leben" demonstriert werden. Parallel organisiert auch das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, ein Zusammenschluss von Beratungszentren, Parteien und Zivilgesellschaft, eine Gegenkungebung.

Am 8. März wird seit über 100 Jahren der Internationale Frauen*tag begangen. Solange Sexismus und patriarchale Verhältnisse existieren, bleibt dieser Tag wichtig für das Zusammenführen unserer feministischen Kämpfe und deren Sichtbarmachung. Angesichts des Erstarkens reaktionärer antifeministischer Kräfte wie der AfD, des Front National, Donald Trumps, der aktuellen Abtreibungsdebatte in Polen oder der Legalisierung von häuslicher Gewalt in Russland ist es wichtig, sich dem mit einem kämpferischen Ausdruck entgegen zu stellen. Dabei können wir nur ein Ziel haben: die Abschaffung der Geschlechterverhältnisse und des Patriarchats! Kommt deshalb zahlreich in den linksradikalen Block zur Demonstration am Frauen*kampftag 2017!

Demo: 8. März 2017 / 17.00 Uhr / U-Bhf. Hermannstraße

Am 17. September wollen christliche FundamentalistInnen erneut durch Berlin marschieren. Unter dem scheinheiligen Motto "Marsch für das Leben" rufen selbsternannte "Lebensschützer" um den Bundesverband Lebensrecht bereits seit mehreren Jahren zu Demonstrationen gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frau auf. Ihr Kernanliegen ist das Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen. Aus dem gesamten Bundesgebiet und dem nahen europäischen Ausland karren sie regelmäßig mehrere tausend TeilnehmerInnen heran.

Auch in diesem Jahr wollen antifaschistische und queerfeministische Gruppen an die erfolgreichen Gegenproteste der letzten Jahre anknüpfen. Das What the Fuck-Bündnis ruft unter dem Motto "Lieber Feminismus feiern" für 12 Uhr zu einer Demonstration ab S-Bhf Anhalter Bahnhof auf. Der AK Codename Kot will die Auftaktkundgebung der Fundis in eine stinkende Hölle verwandeln. Im Anschluss soll der Marsch blockiert werden. In den letzten beiden Jahren hatten Blockaden mehrfach eine Umleitung erzwungen. Im letzten Jahr steckten der Marsch mehrere Stunden fest. Parallel organisiert das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, ein Zusammenschluss von Beratungszentren, Parteien und Zivilgesellschaft, eine Demonstration vom Brandenburger Tor zum Bebelplatz.

Samstag, 17. September 2016:

  • 12 Uhr, S-Bhf Anhalter Bahnhof: Demonstration des What the Fuck-Bündnis.
  • 13 Uhr, vor dem Bundeskanzleramt: Mit dem AK Codename Kot die Auftaktkundgebung zum Stinken bringen.
  • ab 14 Uhr: den Marsch blockieren!

Am Vortag ruft das Nationalismus ist keine Alternative-Bündnis zu einer Vorabend-Demo gegen Beatrix von Storch, AfD und christliche Fundamentalist*innen auf. Die AfD-Europaabgeordnete Beatrix von Storch ist mit ihrem Netzwerk rund um den Zivile Koalition e.V. bereits seit Jahren eine zentrale Lobbyistin der "Lebensschutzbewegung" in Deutschland. Neben dem Rassismus ist eine reaktionäre Geschlechter- und Familienpolitik - die Hetze gegen Homosexuelle, Sexualaufklärung und Geschlechterforschung - das zentrale Ideologiefragment der AfD. Beatrix von Storch steht wie keine zweite für die Verschränkung christlicher Fundamentalist*innen, "Lebensschützer" und der AfD.

Freitag, 16. September 2016:

  • 18.00 Uhr, S-Bhf. Schönhauser Allee: Vorabend-Demo gegen Beatrix von Storch, AfD und christliche Fundamentalist*innen.

VeranstaltungsplakatMaskulinisten, »Lebensschützer«, »Demo für Alle«, AfD? What the fuck!

Wer ist überhaupt diese Männerrechtsbewegung? Was machen die »Lebensschützer« eigentlich, wenn sie nicht gerade bei ihrem »Marsch für das Leben« blockiert werden? Was hat das Ganze mit der AfD zu tun? Und wieso zum Teufel haben die alle so verharmlosende Namen?

Diese und viele weitere spannende Fragen hoffen wir bei der ersten Veranstaltung gemeinsam mit Andreas Kemper und dem Apabiz zu klären. Gewappnet mit dem neuen Wissen wollen wir in der zweiten Veranstaltung über linken und feministischen Widerstand diskutieren. Mit einem bunten Podium unterschiedlichster Gruppen wollen wir die verschiedenen Ansätze, Erfolge, aber auch Probleme unseres Umgangs mit dem organisierten Antifeminismus beleuchten — und hoffen anschließend mit vielen neuen Ideen in die kommenden Kämpfe zu ziehen.

Eine Veranstaltung der a2b im Rahmen des Making feminism a Threat again-Bündnis zur Demonstration am diesjährigen Frauenkampftag (6. März, 12 Uhr, U Rosa-Luxemburg-Platz).

Donnerstag, 3. März: Von Maskulinisten bis AfD. Ein Ein- und Überblick zum organisierten Antifeminismus in Deutschland. Mit Eike Sanders (apabiz) und Andreas Kemper.

Montag, 7. März: Linke und feministische Gegenstrategien und Widerstand gegen den organisierten Antifeminismus. Mit Vertreter*innen von TOP B3rlin, IL Berlinandere zustände ermöglichen (aze), Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart und Gisela Notz vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung.

Beide Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr und finden im Bandito Rosso (Lottumstr. 10a, 10119 Berlin-Prenzlauer Berg / U2 Rosa Luxemburg Platz, U8 Rosenthaler Platz) statt.

Für den 19. September 2015 mobilisiert der Bundesverband Lebensrecht (BVL) erneut zu einem „Marsch für das Leben“ in Berlin. Der Marsch ist einer der wichtigsten öffentlichen Auftritte der selbsternannten „LebensschützerInnen“ und verbindet eine breite reaktionäre, antifeministische und fundamentalistische Bewegung. Kernforderung ist ein generelles Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen. Nicht zuletzt die wachsenden TeilnehmerInnenzahlen des Marsches, von der bürgerlichen Mitte der Gesellschaft bis hin zu organisierten Neonazis, machen eine entschlossene Antwort notwendiger denn je.

Anders als oft angenommen gilt eine Abtreibung auch in Deutschland gemäß §218 Strafgesetzbuch weiterhin als Straftat, die nur unter bestimmten Voraussetzungen straffrei bleibt. Wer abtreiben will, muss sich zwangsweise von staatlich anerkannten Stellen beraten lassen und danach drei Tage warten, bevor der Eingriff vorgenommen wird. Diese Regelung bedeutet eine staatlich institutionalisierte Entmündigung von FLTI*, die nicht selbst über ihren Körper und ihre Lebensplanung entscheiden dürfen.

Zudem erfahren die antifeministischen Positionen der „LebensschützerInnen“ und ihrer MitstreiterInnen aus der Neuen Rechten zunehmend Akzeptanz und öffentliche Aufmerksamkeit. Ihr Einfluss in Gesellschaft, Medien und Parlamenten wächst. Durch Aktionen wie den "Marsch für das Leben" versuchen sie ihre Positionen weiter in die Öffentlichkeit zu tragen und zu stärken. Das werden wir nicht zulassen! 

Deshalb ruft ein breites feministisches und antifaschistisches Bündnis zu einer Demonstration auf und im Anschluss den "Marsch" der FundamentalistInnen zu blockieren und zu sabotieren. (Kompletter Aufruf)

Demonstration: 19. September 2015 / 11.00 Uhr / S-Bhf. Anhalter Bahnhof
Danach: Aktionen gegen den "Marsch für das Leben"

Wir dokumentieren hier den Aufruf zu den Protesten gegen den diesjährigen Fundi-Marsch. Weitere Infos folgen in Kürze.

Für den 19. September 2015 mobilisiert der Bundesverband Lebensrecht (BVL) wieder zu einem „Marsch für das Leben“ in Berlin. Der Marsch ist einer der wichtigsten öffentlichen Auftritte der selbsternannten „LebensschützerInnen“1 und verbindet eine breite reaktionäre, antifeministische und fundamentalistische Bewegung, die sich im Rahmen dieser jährlichen Veranstaltung kontinuierlich verfestigt. Betroffen von der Forderung des BVL nach einem generellen Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen sind vor allem Frauen_Lesben_Trans*_Inter* (kurz: FLTI*2). Ihre Möglichkeiten, darüber zu entscheiden, ob sie eine Schwangerschaft austragen wollen oder nicht, sollen noch weiter eingeschränkt werden. Nicht zuletzt die wachsenden TeilnehmerInnenzahlen des Marsches, von der bürgerlichen Mitte der Gesellschaft bis hin zu organisierten Neonazis, machen eine entschlossene Antwort notwendiger denn je. Wie in den vergangenen Jahren wollen wir die Abtreibungs-GegnerInnen nicht ungestört ihre antifeministischen und reaktionären Positionen verbreiten lassen! Wir werden für körperliche Selbstbestimmung demonstrieren und anschließend den „Marsch für das Leben“ blockieren!

Am 8. März, dem internationalen Frauenkampftag, ist in Berlin erneut eine spektrenübergreifende Demonstration geplant. Verschiedene Gruppen mobilisieren zu einem linksradikalen Block unter dem Motto „Making Feminism a threat“. Der Internationale Frauenkampftag steht für den Kampf für rechtliche, politische und wirtschaftliche Gleichstellung, ein selbstbestimmtes Leben, für das Recht auf körperliche Unversehrtheit, sowie sexuelle Selbstbestimmung. Beim ersten Internationalen Frauentag 1911 wurden Forderungen nach sozialer und politischer Gleichberechtigung auf die Straße getragen. Auch über hundert Jahre später sind viele der Forderungen immer noch hoch aktuell.

Außerdem sehen sich Emanzipationsbestrebungen immer wieder auch mit ekelhaften Reaktionären Strömungen konfrontiert. In Berlin gehen jedes Jahr tausende christliche Fundamentalist*innen für ein Abtreibungsverbot und für reaktionäre Rollenbilder auf die Straße. Viele Aktivist*innen vermiesten den Fundis mehrfach die Show. Es ist schlichtweg unbegreiflich wie im 21. Jahrhundert Menschen anderen das Recht absprechen wollen abzutreiben. Doch international steht noch in vielen Ländern Abtreibung unter Strafe, was für die Frauen dort verheerende Folgen hat.

Infos: Webseite » makingfeminismathreat.blogsport.eu » Aufruf "Making Feminism a threat"

Termine: 25.2 um 13.00 Kundgebung »  6.3 ab 22.00 Soliparty » 25.2 um 20.00 Veranstaltung

» 20. bis 22.3  Konferenz „Die Kraft der Kritik“

Demonstration: Sonntag / 8. März 2015 / 13 Uhr / Rosa-Luxemburg-Platz

Vor mehr als 40 Jahren meldeten sich in vielen Ländern der Welt Feministinnen unter Marxisten zu Wort. Sie kritisierten den im damaligen Marxismus gebräuchlichen Arbeitsbegriff und die Werttheorie, die Stellung zu Hausarbeit, zu Familie, zum Umgang miteinander und zur umgebenden Natur, zu Wirtschaft und Kriegen, Zukunftsvorstellungen und Befreiungsverlangen. 

Sie lösten leidenschaftliche Debatten aus – ihre Kritiken blieben nicht gänzlich ungehört. Aber ihre Arbeit, die sie unternommen hatten auf internationalem Maßstab, ist noch lange nicht beendet. Für einige Jahrzehnte wurde es stiller um den feministischen Marxismus. Der von Krise zu Krise stolpernde Neoliberalismus hatte andere Fragen in den Brennpunkt gerückt. 

Im kommenden Jahr, im März 2015 möchte die Konferenz die Fäden wieder aufnehmen. Viele der damaligen Stimmen, und viele, die sich inzwischen dazu gesellten, kommen zusammen, um das Unerledigte zu prüfen. Ziel ist es, Erfolge und Niederlagen diskutieren ebenso wie neue Entwürfe, um gemeinsam herauszufinden, was inzwischen erreicht wurde, wo weiter gearbeitet werden muss, welche neuen Fragen auf der Tagesordnung stehen und wie wir - Marxist*innen, Feminist*innen - unsere Energien zusammenführen können, um unserem Eingriffsverlangen ein weltweites Echo zu geben.Dass sich die sozialistischen Feministinnen international zusammenschließen bleibt so elementar wie vor fast einem halben Jahrhundert.

Konferenz vom 20.03. bis zum 22.03.2015 in Berlin ( Programm » Flyer » Anmeldung)

»»» Auch die Ausgabe 34 von kritisch-lesen.de beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Marxismus und Feminismus