In den frühen Morgenstunden des 3. Oktober versuchten mehrere Hundert Flüchtlinge das Mittelmeer zu überqueren. Vor der italienischen Küste geriet das Schiff in Seenot und kenterte, wobei fast 300 Flüchtlinge qualvoll vor der Küste Lampedusas ertranken. Weder Fischer noch Küstenwache kamen den Flüchtlingen rechtzeitig zur Hilfe. Einige Fischer erheben schwere Vorwürfe gegen die Rettungskräfte, weil diese viel zu spät eingetroffen seien.  Aber auch die örtlichen Fischer haben nicht rechtzeitig Hilfe geleistet. Es existieren aber auch Gesetzte in Italien, die eine solche Hilfeleistung durch Privatpersonen unter Strafe stellt. Derart menschenverachtende Zustände sind bereits in der rassistischen Logik der EU-Flüchtlingspolitik angelegt.

Auf der Flucht vor Krieg und Armut wagen immer mehr Menschen die lebensgefährliche Reise nach Europa. Viele vertrauen sich dabei skrupellosen Schlepperbanden an, die die Flucht oft unter unzumutbaren Bedingungen organisieren. Dies ist die Folge der strikten Abschottung der EU-Außengrenzen unter Führung der europäischen Grenzschutzagentur Frontex, welche den Tod von Flüchtlingen billigend in Kauf nimmt. Dieser unmenschlichen Abschottungspolitik, der Ausbeutung in den Ländern des Trikonts und den rassistischen Zuständen in den westlichen Staaten gilt unser Widerstand! Die aktuellen Ereignisse machen uns wütend und sollten Anlass zum Handeln sein - Fight Fortress Europe!

Gedenkdemo: Donnerstag / 10. Oktober 2013 / 17.00 Uhr / Vertretung der Europäischen Kommission am Pariser Platz