In der Walpurgisnacht finden erneut zahlreiche Aktionen statt. Neben einer Demonstration mit einem anschließenden Konzert in Berlin-Schöneweide um 17 Uhr ist auch in Berlin-Wedding eine Demonstration und ein Konzert geplant. Im vergangenen Jahr sperrten die Bullen aus Angst vor Riots den gesamten Bezirk ab. Der Bezirk Wedding erfreut sich bei jungen Leuten und Studierenden zunehmender Beliebtheit. Der Kampf um die Kommerzialisierung der Stadtteile im Bezirk hat somit längst begonnen. Die Demonstration wird von linken und antikapitalistischen Gruppen organisiert. Bis vor einigen Jahren konzentrierten sich die Aktionen zur Walpurgisnacht noch auf Friedrichshain oder Prenzlauer Berg. Im Vorfeld der diesjährigen antikapitalistischen Walpurgisnacht finden noch weitere Aktionen statt.

Die Demonstration in Schöneweide wird vom Bündnis „Gemeinsam gegen Nazis“ organisiert und zieht anschließend durch den Kiez rund um den S-Bahnhof Schöneweide. Diese Gegend beanspruchen einige organisiere Nazis für sich. Sie verfügen in der Region über zahlreiche Locations und Strukturen. Zahlreiche Übergriffe und Sachbeschädigungen ereigneten sich seitdem. Eine erfreuliche Nachricht konnte jedoch schon im Vorfeld der Demonstration vermeldet werden: Mittlerweile hat nämlich die F&M Mietgesellschaft dem Henker und den darüberliegenden Naziwohnungen fristlos gekündigt. Es wird allerdings mit einem langen Rechtsstreit gerechnet.