Ende August planen antifaschistische Gruppen aus NRW in Dortmund ein bundesweites Antifa-Camp. Dortmund ist seit Jahren für sein Naziproblem bekannt. Der sogenannte “Nationale Antikriegstag” hat ähnlich wie das nazistische “Gedenken” an die Bombardierung Dresdens bundesweite Bedeutung für die Naziszene. Ziel des Camps ist eine direkte Intervention gegen den Naziaufmarsch zum Antikriegstag am 1. September und die von den Nazis ausgerufenen “Aktionswochen” im Vorfeld. Zusätzlich erwartet euch ein vielfältiges Programm aus Aktionen, Workshops und Kulturprogramm. Neben dem Schwerpunkt auf antifaschistische Praxis sollen an Thementagen zu Anti-Rasssismus, Anti-Militarismus und Sozialer Frage eigene inhaltliche Akzente gesetzt werden.

Eine weitere Möglichkeit zum politischen Zeltvergnügen bietet sich im September im Norden Sachsen-Anhalts. Dort befindet sich das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Altmark. Alle Soldat_innen der Bundeswehr, die in einen Auslandseinsatz geschickt werden, müssen sich im GÜZ einem Kampftraining unterziehen. Zusätzlich beginnt 2012 auf dem GÜZ der Bau einer Stadt mit 500 Gebäuden, Flughafen und U-Bahn, zum Üben des Krieges in Wohnsiedlungen, Altstadtbezirken, Slums, Industriegebieten und Einkaufsmeilen. Hier beginnt der Krieg, der weltweit geführt wird. Folglich ist es auch an der Zeit, um unseren Widerstand an diesen zentralen Ort zu tragen. Aus diesem Grund findet in der Nähe vom 12. - 17. September ein internationales Camp unter dem Motto "War starts here" statt. Höhepunkt ist der Aktionstag, an dem das GÜZ geentert werden soll.