Überfallartig haben am Dienstag hunderte Bullen Kreuzberg besetzt und mit der Räumung der besetzten Schule in der Ohlauer Straße begonnen. Den Bewohner*innen wurde unter der Drohung einer Räumung das Angebot des Senats nahegelegt. Die meisten Bewohner*innen haben deshalb eingewilligt und sind in die Ersatzunterkünfte gegangen. Rund 40 Geflüchtete haben jedoch erklärt, die Schule nicht freiwillig verlassen zu wollen. Sie fordern eine verbindliche Zusage eines Bleiberechts. Einige von ihnen haben angekündigt, im Falle einer Stürmung des Gebäudes vom Dach der Schule zu springen und das Gebäude in Brand zu stecken. Bezirk und Senat scheinen zur Zeit (noch) keine Toten riskieren zu wollen und setzen daher auf Verhandlungen. Die Region ist trotzdem weiterhin durch hunderte Bullen besetzt. Die Schule ist hermetisch abgeriegelt, auch der Zugang für Journalist*innen wird durch das Bezirksamt untersagt und Verpflegung in der Regel nicht durchgelassen. Informatiert euch deshalb über die aktuelle Entwicklung und zeigt euch vor Ort solidarisch!

Ticker / Statements aus der Schule / Videos: I, II, III, IV