Am 5. April 2012 wurden mehrere Schüsse auf Jugendliche vor dem Krankenhaus Neukölln abgeben. Jamal und Alex werden dabei schwer verletzt, Burak Bektas stirbt noch am Tatort. In der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak haben sich Angehörige und Freunde Buraks, antirassistische und antifaschistische Gruppen und engagierte Personen aus Neukölln zusammengeschlossen. Die Fragen nach den Hintergründen der Tat sind zwei Jahre nach dem Mord weiterhin ungeklärt.  

Aus diesem Grund wird es am 5. April um 14.00 eine Demonstration in Neukölln geben. Die Parallelen zu den Taten des sog. NSU sind mehr als offensichtlich. Die Behörden hüllen sich über die Hintergründe des Mordes an Burak weiter in Schweigen. Es scheint klar, dass für diesen Mord in jedem Fall rassistische Hintergründe in Betracht gezogen werden müssen. Wir dürfen die Strategie des Schweigen nicht aufgehen lassen. Es gilt aus den Erfahrungen mit dem sog. NSU die richtigen Schlüsse zu ziehen.  

 Jahrzehnte lang schlossen deutsche Behörden für zahlreiche Morde rassistische Motive kategorisch aus. Stattdessen wurden die Opfer selbst erneut zur Zielscheibe rassistischer Vorurteile, die Täter in ihrem „sozialen Umfeld“ gesucht. Die Hintergründe des Mordes an Burak müssen aufgeklärt werden. Auch aus diesem Grund rufen wir euch alle dazu auf, euch mit den Freund*innen und der Familie von Burak solidarisch zu zeigen. Dem institutionellen Rassismus und die Verweigerung zur Aufklärung müssen wir unseren Protest entgegenhalten.

 Samstag, 5. April um 14:00 /// S+U-Bahnhof Neukölln