Am 17. Februar 2018 will die AfD erneut in Berlin auf die Straße gehen. Mit einem „Frauenmarsch“ soll der bereits in weiten Teilen der Gesellschaft vorhandene Rassismus weiter salonfähig gemacht werden. Beginnen soll das Ganze um 15 Uhr am U-Bhf. Hallesches Tor in Kreuzberg. Das es ausgerechnet die Partei ist, deren Führung jedes mal aufs neue den christlich-fundamentalistischen „Marsch für das Leben“ unterstützt, und jetzt für Frauenrechte demonstrieren will erscheint nur auf den ersten Blick paradox. Bei genauerem hinsehen, geht es der AfD um die „deutsche Frau“, die nicht mehr sicher sei und den Erhalt des „deutschen Volkes“, dass die AfD durch Migration bedroht sieht.

Der Aufruf zum sog. „Frauenmarsch“ stammt von Leyla Bilge, seit 2016 AfD-Mitglied und bestens in neurechten Kreisen vernetzt. Dass die AfD nicht als Anmelder auftritt, hat taktische Gründe. Indem die Veranstaltung offiziell von einer Einzelperson organisiert wird, sollen die Chancen vergrößert werden, den Aufmarsch in Kreuzberg durchzuführen. Dazu passt auch das scheinbar unverfängliche Thema „Frauenrechte“, das den völkischen Gedanke verdecken soll. Diese Heucherlei wollen wir nicht unkommentiert lassen! Wir rufen deshalb zur Beteiligung an den Gegenprotesten auf. Aktuelle Infos gibt es beim Berliner Bündnis gegen Rechts. Überlassen wir rechter Hetze nicht die Straße!