In den kommenden Wochen plant der Berliner NPD-Vorsitzende Sebastian Schmidtke gleich zwei Aufmärsche in Berlin. Dabei knüpft Schmidtke dankbar an die bürgerliche Hetze gegen das selbst organisierte Camp der Flüchtlinge am O-Platz an. Seit Monaten forcieren Vertreter der CDU und der bürgerlichen Boulevard-Zeitungen eine rassistische Hetzkampagne gegen das Camp am O-Platz. Die Folge war eine ganze Reihe an Anschlägen auf das Camp und seine Bewohner*innen. Diese Anschläge bestärkten die bürgerlichen Hetze in ihren Forderungen nach einer Räumung des Camps. In dieser Logik sind wohl die kämpfenden Flüchtlinge selbst Schuld an den Angriffen. Bestärkt durch die öffentliche Stigmatisierung der Kämpfe der Flüchtlinge will die NPD nun erneut auf den Zug aufspringen und den rassistischen Diskurs weiter anheizen. Erst kürzlich verübten Nazis aus dem Umfeld der Bürgerbewegung Hellersdorf und der NPD einen Brandanschlag auf das Auto einer Aktivistin.
 
Schmidtke plant eine Demonstration am 26. April 2014 durch Kreuzberg. Die Demonstration soll vom Flüchtlingscamp zur besetzten Schule in der Ohlauer Straße ziehen. Schon jetzt scheint klar, dass Kreuzberg diesem Unterfangen eine klare und entschlossene Absage erteilen wird. Nach Informationen der Bullen plant die NPD am 1. Mai ebenfalls eine Demonstration in Berlin. Schmidtke habe für den Tag in Friedrichshain / Kreuzberg / Neukölln einen Aufmarsch angemeldet.Dagegen regt sich Widerstand. Neben der Verhinderung der beiden Aufmärsche heißt das für uns, dass wir uns mit dem Camp am O-Platz solidarisch zeigen müssen, es gleichermaßen gegen die Hetze der bürgerlichen Medien und der NPD verteidigen müssen.
 
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