Der Fernsehbericht des Journalisten Sam Donaldson für den amerikanischen Sender ABC enthüllt im Jahr 1994 den Aufenthaltsort des Nazi-Kriegsverbrechers Erich Priebke. Dieser war als damaliger SS-Führer für die Ermordung von zahlreichen italienischen Zivilisten in den Ardeatinischen Höhlen verantwortlich. Nachdem italienische Partisanen und Partisaninnen 33 Angehörige der SS in Rom in einen Hinterhalt lockten und töteten, wurden als Racheaktion, 10 Italiner*innen pro getöteten SS-Mann exekutiert. Unter der Aufsicht von SS-Sturmbannführer Priebke wurden dann am 24. März 1944 335 Italiner*innen in den Ardeatinischen Höhlen hingerichtet.

Priebke hatte zusammen mit anderen Nazi-Verbrechern Zuflucht in dem argentinischen Dorf Bariloche gefunden, wo er ein angesehener Lehrer an der deutschen Schule war. Nach der Veröffentlichung des Berichts wird Priebke an Italien ausgeliefert. Dort wird er zu lebenslanger Haft verurteilt. Diese verbüßte er bis vor kurzem in Hausarrest in Rom. Mittlerweile ist Priebke verstorben. Um den Ort seiner Beisetzung wurde bis zuletzt gestritten. Bereits im Jahr 1991 hatte der argentische Autor Esteban Buch in seinem Buch "Der Maler der argentischen Schweiz" (El pintor de la Suiza Argentina) auf Priebkes Verantwortung für das Massaker in Italien hingewiesen. Die deutsche Regierung verweigert für dieses und viele andere Verbrechen weiterhin jegliche Entschädigung. Auf dem Bild wird der Kriegsverbrecher von dem ABC Reporter Sam Donaldson auf seine Vergangeheit angesprochen.