Am 21.11.1992 wurde der Antifaschist und Hausbesetzer Silvio Meier von Nazis in Berlin-Friedrichshain ermordet. Seitdem findet jährlich zum Gedenken eine Mahnwache und eine Demonstration statt, an der im letzten Jahr mehrere Tausend Menschen teilnahmen. In diesem Jahr thematisiert der Aufruf den aktuellen rassistischen Diskurs, den auch die Nazis für sich zu nutzen wissen, während der Staat weiter mit Repression gegen Linke vorgeht.

Zur Zeit zeigt sich der gesellschaftliche Rassismus in Berlin und ganz Deutschland wieder verstärkt in der Hetze gegen Asylsuchende. Es begann vor einigen Monaten mit der Debatte um die mittlerweile eröffnete Notunterkunft für Geflüchtete in Berlin-Hellersdorf. Seitdem kam es auch in anderen Städten verstärkt zu rassistischer Stimmungsmache, wie beispielsweise in Duisburg, Leipzig, Rackwitz oder Schneeberg. Neben ausgeprägtem Rassismus haben die Geflüchteten aber auch mit einer menschenunwürdigen Asylpolitik zu kämpfen, deren sichtbarste Konsequenz sich in den vielen Toten durch die hochgerüstete Flüchtlingsabwehr an den europäischen Außengrenzen zeigt.

Zum 21. Todestag von Silvio Meier werden wir deshalb erneut auf die Straße gehen. Die Demo wird dabei auch durch die von uns erkämpfte Silvio-Meier-Straße gehen. Gegen den aktuellen rassistischen Diskurs, Nazis und die staatliche Repression! Antifa in die Offensive!

Silvio-Meier-Demonstration: Samstag / 23. November 2013 / 15 Uhr / U-Bhf. Samariter Straße
Mahnwache zum Todestag: Donnerstag / 21. November / 17 Uhr / U-Bhf Samariter Straße / Bringt Kerzen & Blumen mit

Vor der Mahnwache findet um 16 Uhr am U-Bhf Frankfurter Tor eine Stadtspaziergang zu den (historischen) Orten des Widerstands in Friedrichshain statt. Im Anschluss geht es zusammen zur Mahnwache.