Im März 2014 feiert die Nazikneipe „Zum Henker“ ihr fünfjähriges Bestehen. Nachdem es in den letzten Monaten ruhiger um das Drecksloch in der Brückenstraße geworden ist möchten wir einen kurzen Rückblick wagen. Die im Jahr 2009 eröffnete Kneipe kann als wichtiger Faktor für die Ensteheung der Nazi-Hotspots Rund um den Bahnhof Schöneweide betrachtet werden.  Nach der Eröffnung steigerte sich nicht nur die Anzahl der Übergriffe in der Region, bald folgte die Neueröffnung zahlreicher Lokalitäten mit rechtem Hintergrund in der Gegend. Antifaschist*innen gaben dieser Entwicklung den treffenden Namen die Braune Straße. Nach Bekanntwerden der Zustände in Schöneweide folgten zahlreiche Aktionen. Auch gegen die Vermieter der Kneipe, die F&M Mietgsellschaft richteten sich die Aktionen.

Im Frühjahr 2013 gab es eine Kundgebung vor dem Hauptsitz der F&M Mietgesellschaft. Kurz darauf verkündete ein Verantwortlicher die Kündigung des Vertrags mit den Nazis. In den folgenden Wochen und Monaten folgten zahlreiche antifaschistische Aktionen im Bezirk. Auch gegen den am 1. Mai 2013 stattfindenden Aufmarsch im Kiez richtete sich der Widerstand. Nun ist einige Zeit vergangen und das Wetter wird wieder schlechter. Ein Grund mehr uns der Hässlichkeiten des Alltags zu befreien. Wir denken es ist an der Zeit die Schließung des Lokals abermals zu beschleunigen und das nötige in die Hand zu nehmen. Denkt euch was aus, macht euch Gedanken!