Am frühen Morgen des 24. Oktober 1993 wurde Hans-Joachim-Heidelberg auf dem Vorplatz des S-Bahnhof Schöneweide von Neonazis totgetreten. Nun, Zwanzig jahre nach dem Mord rufen Antifaschist*innen in Schöneweide zu einer Gedenkkundgebung auf. Ver­mut­lich muss­te er ster­ben, weil die Täter sein Leben für „le­bens­un­wert“ hiel­ten. Bis heute konn­ten keine Täter er­mit­telt wer­den. Der Mord an Hans-Joachim-Heidelberg erscheint wie viele nicht in der offiziellen Statistik über Opfer faschistischer Gewalt in Deutschland. Lediglich Sechzig der mehr als 150 Opfer werden offiziell anerkannt.

Dass am S-Bhf. Schöneweide jemand von Neonazis ermordet wurde war kaum bekannt. Umso wichtiger sind Initiativen wie diese. Auch aufgrund der aktuellen Situation in Schöneweide ist Antifaschistische Arbeit vor Ort wichtiger denn je. Mit einem Aufruf mobilisiert das Antifaschistische Bündnis Südost zu der Gedenkkundgebung am S-Bhf. Schöneweide. In unmittelbarer Nähe wohnt Maria Fank, Nazikaderin und Wortführerin während der rassistischen Stimmungsmache in Hellersdorf. Diese absolviert derzeit eine Ausbildung als Sozialassistentin in Berlin Kreuzberg. Dagegen regt sich Widerstand.

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