Am frühen Abend des 5. Juni wurde der französische Antifaschist Clément Méric von Neonazis in Paris ermordet. Er verließ gerade in einer kleineren Gruppe ein Geschäft, als eine Gruppe rechter Skinheads sie gezielt attackierte. Mehrere Faustschläge, vermutlich verstärkt durch einen Schlagring, trafen Clément so heftig, dass er nach hinten kippte und mit dem Kopf auf einen Poller aufschlug. Einige Stunden später erlag er im Krankenhaus den Verletzungen. Clément Méric war in der Action Antifasciste Paris-Banlieue (AAPB) organisiert. Die Täter sind der organisierten Naziszene zuzurechnen.

Bereits am nächsten Tag erfolgten durch die Pariser Polizei mehrere Festnahmen, darunter auch die des Haupttäters. Die Täter sind dem Umfeld der Jeunesses nationalistes révolutionnaires (JNR) zuzurechnen, verfügen aber zu guten Verbindungen zu zahlreichen Akteuren der rechten Szene in Frankreich. In den folgenden Tagen nahmen Zehntausende an Gedenkdemonstrationen an Clément Méric in Frankreich und überall in der Welt teil. Auch in Berlin fand eine Solidaritätskundgebung vor der französischen Botschaft statt.