Seit mehr als 2 Jahren, mit dem Beginn der Schuldenkrise, sieht sich die griechische Bevölkerung massiven Angriffen auf ihren Lebensstandard ausgesetzt. In kürzester Zeit wurden massive Einschnitte bei Löhnen und Sozialleistungen, sowie gravierende Steuererhöhungen durchgesetzt. Von Anfang an haben linke und linksradikale auf diesen massiven Angriff mit einem breiten und vielfältigen Widerstand reagiert. Bisher konnten sie die von der Troika aus Europäischer Zentralbank (EZB), Internationalem Währungsfond (IWF) und Europäischer Kommission - unter massgeblichem Einfluss Deutschlands - diktierten und von der griechischen Regierung umgesetzte Politik jedoch nicht brechen.

In diesem Klima erstarkt zunehmend die extreme Rechte. Immer offener werden neofaschistische Positionen in der Öffentlichkeit geäußert und auf die Straße getragen. Bei den letzten Parlamentswahlen im Juni 2012 erreichte die neonazistische Partei Chrysi Avgi fast 7 Prozent der Stimmen. Insgesamt erhielten rechte Parteien über 20% der Stimmen. Auf der Straße gehen Neonazis mit offenem Terror, bis hin zum Mord, gegen Migrant_innen vor.

Der antifaschistische Widerstand sieht sich nicht nur mit der Gewalt der Neonazis sondern auch mit einem Staates konfrontiert, dessen Repressionsorgane traditionell gute Verbindungen zu faschistischen Organisationen pflegen. Dieser geht nicht nur mit einer gigantischen "Säuberungaktion" gegen Flüchtlinge vor, sondern auch mit unmittelbarer Repression gegen die Aktivist*innen. Antifas, AnarchistInnen und Antiautoritäre aus Berlin rufen dazu auf, die von Repression betroffenen griechischen Antifas zu unterstützen.