Die rassistischen Angriffe vom 21. und 22. August 2015 in Heidenau sind ein weiterer dramatischer Höhepunkt der aktuellen Welle von rassistischer Hetze, Gewalt und Brandanschlägen. Gewalt gegen Menschen, die vor Krieg und Not geflohen sind, ist kein ostdeutsches Phänomen. Auch in Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg sind Flüchtlingsunterkünfte angezündet oder geflutet worden. Die neue Dimension der pogromartigen Angriffe in Heidenau liegt darin, dass hunderte RassistInnen und organisierte Nazis stundenlang eine Unterkunft belagert und angegriffen haben. Im Gegensatz zu der passiven Polizeitaktik an den Vortagen wurde gegen eine Demonstration von 250 Antifaschist*innen am 23.8. brutal durchgegriffen.

Am kommenden Samstag, den 29. August wird es in Dresden einen Demonstration von vielen Gruppen, u.a. dem Bündnis »Dresden Nazifrei« geben. Das alleine reicht allerdings nicht: Es ist wichtig die Rassisten und Neonazis in Heidenau zu stoppen und sich gegen ihre Angriffe aktiv zu wehren. Fahrt deshalb nach Heidenau und Dresden. Zeigt ein Zeichen der Solidarität und macht klar, dass wir den Neonaziangriffen etwas entgegenzusetzen haben!

Demonstration: Samstag / 29. August / 15 Uhr / Hauptbahnhof Dresden
Treffpunkt für Berlin (Bus/Bahn/Auto): 10 Uhr / Ostbahnhof / Ecke Andreasstr.

Am Donnerstag werden von 14 bis 20 Uhr auf dem Oranienplatz Spenden für die Geflüchteten in Heidenau gesammlt. Diese werden dann am Freitag in Heidenau übergeben.

 

Als am 05. Juni 2013 der antifaschistische Aktivist Clément Méric mit zwei weiteren Freunden mitten in der Pariser Innenstadt von 3 Neonazis angegriffen und ermordet wurde, sorgte dies kurzzeitig für einen Aufschrei über rechte Gewalt im Land. Fast zwei Jahre sind nun vergangen, die Tat und Clément bleiben jedoch unvergessen. Vor dem Kontext einer erstarkenden parlamentarischen Rechten, wie die Partei“Front National” sowie eines gesellschaftlichen Rechtsrucks in Frankreich und Europa, versucht der Film den Mord im Bewusstsein zu halten und die Tathergänge zu rekonstruieren. Die Bedrohung von rechts wird dabei skizziert und ein Einblick in die aktuellen antifaschistischen Kämpfe gegeben. Die Dokumentation ist von den North-East Antifascists [NEA] und Unterstützer*innen gemeinsam entwickelt und gedreht worden. Zur Entstehung haben die Genoss*innen der “Action Antifasciste Paris-Banlieue”, “Quartiers Libres”, “La Horde”, Anhänger*innen des Fußballclubs Ménilmontant FC, Bernard Schmid sowie viele weitere Aktive beigetragen.

Weitere Infos: Infos zum Fall » Infos zum Film » Trailer » antifa-nordost.org

Die Berliner Variante von Pegida, namens BärGidA, trifft sich jeden Montag im Regierungsviertel. In den letzten Wochen haben sich hier immer wieder zwischen 60 und 100 Rassist*innen eingefunden. Neben offensichtlichen Nazis und rechten Hooligans laufen auch Nationalisten verschiedenster Couleur mit, die auf den ersten Blick für Irritationen sorgen. Lasst uns jeden Nationalismus unsere Meinung sagen. Zusammen mit allen Anderen, die in einer befreiten und gleichberechtigten Welt leben wollen. Als sich der Aufmarsch nach Moabit bewegte hat der Protest gegen diesen unangenehmen Haufen wieder zugenommen. Lasst uns zu den nächsten Terminen daran anknüpfen. Der Treffpunkt der Nazis ist jeden Montag um 18:30 Uhr auf dem Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof. Nach einer Stunde laufen sie dann durchs Regierungsviertel oder probieren nach Moabit zu kommen. Lasst uns gemeinsam und entschlossen ihnen in den Weg stellen! Passt dabei auf euch und alle anderen auf!

Berlin-Buch liegt am nordöstlichen Stadtrand Berlins. Der an Brandenburg angrenzende Pankower Stadtteil fällt aus der Wahrnehmung der meisten Berliner Antifas heraus. So verwundert es nicht, dass die zunehmende Dominanz organisierter Neonazis in Buch nur von wenigen wahrgenommen wird. Das Problem schwelt zwar schon seit mehr als  zwei Jahren, aber erst die rassistische Mobilisierung gegen die geplante Flüchtlingsunterkünfte machte das Problem für die Allgemeinheit sichtbar. Einige antifaschistische Strukturen haben sich nun das Ziel gesetzt diese Hegemonie der Neonazis zu brechen. Dieses Wochenende wird deshalb eine Demonstration und ein Festival in Buch stattfinden.

VOSIFA-Festival: 12. und 13. Juni 2015 / ab 16 Uhr / Große Wiese am Jugendclub Würfel / Infos

Demonstration: 13. Juni 2015 / 13.30 Uhr / S-Bhf. Buch / Infos

Am 6. Juni 2015 planen Neonazis in der brandenburgischen Stadt Neuruppin ihre seit 2009 jährlich stattfindende Kampagne zum sog. „Tag der deutschen Zukunft“ (TDDZ) fortzusetzen. In diesem Rahmen wollen sie einerseits durch Anheizen rassistischer Denkmuster an bestehende Ressentiments und die rassistische Stimmungen in Teilen der Gesellschaft anknüpfen und andererseits eine Drohkulisse gegenüber Migrant*innen und Geflüchteten aufbauen. Dafür engagieren sich die lokal ansässigen Strukturen der „Freien Kräfte Neuruppin/ Osthavelland“. Sie wollen mit diesem Großaufmarsch, bei dem bis zu 500 Nazis erwartet werden, an vergangene neonazistische Veranstaltungen in Neuruppin anknüpfen und ihre Position in der Region Nordwestbrandenburg festigen.

Der Tag stellt den Höhepunkt einer bereits laufenden Reihe von Versammlungen und Aktionen dar. Dabei wird jede Gelegenheit genutzt, um sich in Szene zu setzen und Anhänger_innen zu mobilisieren. Es ist mit einem der größten Aufzüge seit den jährlichen Märschen im brandenburgischen Halbe zu rechnen. Wir wollen dies nicht hinnehmen und rufen alle engagierten Antifaschist_innen dazu auf, gemeinsam den Neonazis entgegen zu treten und den TDDZ durch Menschenblockaden scheitern zu lassen. Wir setzen uns für ein solidarisches Miteinander, Chancengleichheit und freie Entfaltungsmöglichkeit für alle Menschen ein. Eine “Zukunft” voller Ausgrenzung und Unterdrückung muss verhindert werden!

Kommt am 6. Juni 2015 nach Neuruppin und lasst uns gemeinsam dem TDDZ blockieren. Keine Zukunft den Nazis!

Weitere Infos: neuruppin.no-tddz.org

Seit Ende 2014 kommt es regelmäßig zu rassistischen Mobilisierungen in Hohenschönhausen. Der Protest richtet sich gegen die Errichtung von Unterkünften für Geflüchtete in Falkenberg und Neu-Hohenschönhausen. Die rassistischen Aufmärsche werden dabei von der NPD und ihrem Umfeld organisiert. Hand in Hand verbreiten rassistische Anwohnende und Neonazis ein Klima des Hasses. Selbst vor offenen Gewaltaufrufen wird nicht zurückgeschreckt.

In den letzten Monaten gab es verschiedene antifaschistische Aktionen gegen die Nazi-Demonstration, wodurch die Zahl der Teilnehmenden immer weiter gesunken ist. Anstatt endlich aufzugeben, mobilisiert die NPD erneut zu einer Kundgebung am 1. Mai in den Kiez. Da die Nazis dieses offensiv werben, ist zu erwarten, dass sie mehr Leute als gewöhnlich mobilisieren können. Die Nazipartei hat dafür zwei Kundgebungen angemeldet - ab 12:00 Uhr in Hohenschönhausen an der Zingster Straße Ecke Falkenberger Chaussee (Nahe S Hohenschönhausen) und im Anschluss eine in Marzahn am Ahrensfelder Platz (nahe S Ahrensfelde). Inhaltlich schließen die Neonazis an die rassistischen Proteste der letzten Monate in den Berliner Randbezirken an. Dem gilt es konsequent einen Riegel vorzuschieben!

Antifaschistische Demonstration: 1. Mai 2015 / 11 Uhr / S-Bhf. Hohenschönhausen
Gemeinsame Anreise aus der Innenstadt: 10.15 Uhr am S-Bhf. Ostkreuz, Ausgang Sonntagsstraße
Weitere Infos: gemeinsam-gegen-rassismus.net

Diesen Freitag wollen sich ab 1 9 Uhr Nazis vor den Schönhauser Allee Arcarden treffen. Die Berliner NPD mobilisiert zu einer Kundgebung „mitten im Herzen des linken Prenzlauer Berg“.

Es ist kein Zufall, dass die NPD hier eine Kundgebung durchführen will. Der Pankower Kreisverband hat sich in den letzten Monaten zu einem der aktivsten Berlins entwickelt. Der militante Nazi-Kaders Christian Schmidt hat nach seinem Zuzug in den Pankower Ortsteil Buch die lokalen NPD-Strukturen wieder aufgebaut. Seitdem versuchen sie in Buch durch die Einschüchterung politischer Gegner*innen eine Homezone durchzusetzen. Ausgehend von dort weiten die Nazis ihre Aktivitäten nun auch in die südlicheren Ortsteile Pankows aus.

Gerade in Zeiten, in denen wieder Asylbewerber*innenheime brennen, muss der rassistischen Hetze eine klare Absage erteilt werden. Stellen Sie sich daher am Freitag gemeinsam mit uns den Nazis entgegen.

Freitag, 10. April, 18:30 Uhr, Schönhauser Alle Arcarden (am S-/U-Bhf Schönhauser Allee)

Im Anschluss findet eine Infoveranstaltung in der Schreina47 (Schreinerstraße 47, Friedrichshain) zur Nazi-Situation in Buch statt. Danach gibt es ebenfalls dort eine Soliparty für das VOSIFA Festival, dass dieses Jahr in Buch stattfinden soll.

Vor 70. Jahren befreiten die Alliierten, Partisan*innen  und Widerstandskämpfer*innen die Welt von der faschistischen Barbarei der Nazis. Die Sowjetunion trug im Kampf gegen Nazideutschland die Hauptlast: Mit über 30 Millionen Menschen hatte die Sowjetunion die mit Abstand größten Verluste zu beklagen. Über acht Millionen sowjetische Soldat*innen  ließen dafür an der Front ihr Leben. Mehr als 26 Millionen Zivilpersonen wurden getötet oder starben unter den unmittelbaren Kriegseinwirkungen. Der deutsche Aggressor hinterließ eine Spur der „verbrannten Erde“. Außerdem hatte die Sowjetunion einen entscheidenden Anteil an der Niederschlagung des Nazismus, da die Ostfront die Hauptfront des Zweiten Weltkrieges war. Lange bevor endlich die Westfront eröffnet wurde, hatten sowjetische Soldat*innen den deutschen Feind vor Moskau gestoppt, in Stalingrad und im Kursker Bogen die Wende des Krieges erzwungen. Nach Hitlers Selbstmord am 30. April unterzeichnete das Oberkommando der Wehrmacht am 8. Mai schließlich die bedingungslose Kapitulation. In vielen Ländern wird dieser Tag als Tag der Befreiung gefeiert.  

Da in der Sowjetunion der 9. Mai als Tag des Sieges über den Nazismus zum Feiertag erklärt wurde, wollen wir auch in Berlin an diesem Tag die Befreiung vom Nazismus feiern. Daher wird es wieder ein Fest am sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park geben. Neben Reden von Zeitzeug*innen, Führungen zum Ehrenmal und russischer Küche gibt es außerdem wieder ein buntes Kulturprogramm.

Zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Nazismus will die mecklenburgische Neonaziszene wieder in Demmin ihren geschichtsverfälschenden Opfermythos der Deutschen verbreiten. Erneut soll am 8. Mai 2015 ein so genannter „Trauer- und Fackelmarsch“, angemeldet von Michael Gielnik (NPD), stattfinden. Nachdem in vielen größeren Städten Aufmärsche von Neonazis immer wieder gestört und blockiert werden konnten, benutzt die Neonaziszene kleinere Orte wie Demmin oder Neuruppin für szenestärkende Events. Deshalb ist es wichtig die lokale Antifastrukturen in diesen strukturschwächeren Regionen zu unterstützen. Bereits 2014 kamen viele Menschen nach Demmin, um ihren Protest gegen das menschenverachtende Gedankengut der Nazis zu zeigen. Mehrere Versuche, auf die Route der Neonazis zu gelangen und diese zu stören, verliefen erfolgreich. Die Polizei war jedoch nicht gewillt, den Aufmarsch abzubrechen. Stattdessen standen 2 Wasserwerfer und Räumpanzer bereit, Polizeihunde wurden eingesetzt, die mindestens 2 Gegendemonstrant*innen verletzten.  Dabei wurde eine Person während der Festnahme ins Koma geprügelt. Umso wichtiger das wir uns dieses Jahr erneut den Nazis offensiv entgegen stellen. Der 8. Mai ist und bleibt für uns der Tag des Sieges, der Mahnung und der Verpflichtung.

Weitere Infos: Demmin Nazifrei und kaffeefahrten.wordpress.com

Infoveranstaltung in Berlin: Montag / 27. April 2015 / 16.00 Uhr / New Yorck im Bethanien

Aus Berlin fährt wieder ein Bus nach Demmin. Karten bekommt ihr im Dr. Pogo – Veganladen (Karl-Marx-Platz 22-24, 12043 Berlin) und im Red Stuff (Waldemarstr. 110, 10997 Berlin).

Am 11.2. wollen Rassisten zum sechsten Mal durch Berlin Neu-Hohenschönhausen laufen. Unter der Führung des NPD-nahen “Berlin wehrt sich”-Bündnisses protestieren sie gegen die Errichtung von zwei Unterkünften für geflüchtete Menschen im Stadtteil. Zogen anfangs noch über hundert Rassisten durch die Straßen, ist es inzwischen nur noch ein Haufen von rund 50 Neonazis. Der Nazi-Protest bröckelt, jedoch wurde er bis jetzt immer von den Bullen durchgeprügelt.

Das kann sich nur ändern, wenn mehr Menschen in die Randgebiete der Stadt kommen, um den Aufmärschen ein für alle Mal den Wind aus den Segeln zu nehmen. Überall, wo Nazis marschieren, müssen wir uns ihnen entgegen stellen. Dies ist besonders wichtig, da in der einen Unterkunft bereits geflüchtete Menschen leben, die sich jeden Tag den rassistischen Zuständen gegenüber sehen.

Anlaufpunkte:
Mittwoch / 11. Februar 2015 / 18.00 Uhr / Hohenschönhausen / Egon-Erwin-Kisch-Straße (vor dem Bürgeramt)
Mittwoch / 11. Februar 2015 / 18.00 Uhr / Hohenschönhausen / Falkenberger Chaussee / Vincent-van-Gogh-Straße

Vortreffpunkt:
Mittwoch / 11. Februar 2015 / 17.30 Uhr / Ostkreuz, Ausgang Sonntagsstraße