Als am 05. Juni 2013 der antifaschistische Aktivist Clément Méric mit zwei weiteren Freunden mitten in der Pariser Innenstadt von 3 Neonazis angegriffen und ermordet wurde, sorgte dies kurzzeitig für einen Aufschrei über rechte Gewalt im Land. Fast zwei Jahre sind nun vergangen, die Tat und Clément bleiben jedoch unvergessen. Vor dem Kontext einer erstarkenden parlamentarischen Rechten, wie die Partei“Front National” sowie eines gesellschaftlichen Rechtsrucks in Frankreich und Europa, versucht der Film den Mord im Bewusstsein zu halten und die Tathergänge zu rekonstruieren. Die Bedrohung von rechts wird dabei skizziert und ein Einblick in die aktuellen antifaschistischen Kämpfe gegeben. Die Dokumentation ist von den North-East Antifascists [NEA] und Unterstützer*innen gemeinsam entwickelt und gedreht worden. Zur Entstehung haben die Genoss*innen der “Action Antifasciste Paris-Banlieue”, “Quartiers Libres”, “La Horde”, Anhänger*innen des Fußballclubs Ménilmontant FC, Bernard Schmid sowie viele weitere Aktive beigetragen.

Weitere Infos: Infos zum Fall » Infos zum Film » Trailer » antifa-nordost.org

Seit mehreren Jahren herrscht in Syrien ein zerstörerischer Krieg, der insbesondere für die Zivilbevölkerung verheerende Folgen hat. Die Volksverteidigungskräfte der YPG und die Frauenverteidigungskräfte YPJ gehören, zusammen mit der PKK und anderen kurdischen Kampfeinheiten zu den wenigen die sich der Barabarei des IS aktiv in den Weg stellen. Im vorwiegend von Kurd_innen bewohnten Norden des Landes haben die Menschen beschlossen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Seit 2011 wird in Rojava, einem Gebiet an der Grenze zur Türkei und dem Irak, der Aufbau kommunaler Selbstverwaltungsstrukturen vorangetrieben. Die Menschen vor Ort entwickeln so einen praktischen Gegenentwurf zu den von Gewalt, Ausgrenzung und althergebrachten Machtansprüchen geprägten Strukturen. Dafür wird noch dringend Infrastruktur benötigt. Eine Initiative möchte diesen Sommer ein Feuerwehrauto kaufen und der lokalen Selbstverwaltung übergeben.

Mehr Infos unter: feuerwehrfuerrojava.de

Der Sommer hat begonnen und wie jedes Jahr gibt es wieder vielfältige Angebote für eine linke Feriengestaltung. So finden dieses Jahr unter anderem auch wieder das "War starts here" Camp und das AJuCa statt. Das "War starts here" Camp wird seit mehreren Jahren in der Altmark, bei Magdeburg, durchgeführt. Mittlerweile gibt es dort einen neuen Vorbereitungskreis, so dass der Widerstand gegen das GÜZ (Gefechtsübungszentrum), Militär und Krieg weitergehen wird. Eine Übersicht über die vorangegangene Camps und den Aktionen auf dem GÜZ finden sich auf der Seite des ehemaligen Vorbereitungskreis. Außerdem enstand eine lesenswerte Broschüre.

Vom 19. August bis zum 23. August findet zudem auf dem Gelände des Kulturkosmos e.V. wieder das alternative Jugendcamp, kurz AJuCa, statt. Das AJuCa ist ein gesellschaftskritisches, selbstorganisiertes Camp in Mecklenburg-Vorpommern und wird bereits seit mehreren Jahren durchgeführt. Auch aus Berlin ist das Camp gut zu erreichen. Wie jedes Jahr erwarten euch dort wieder viele nette Menschen, Workshops und Veranstaltungen. Es wird um eine Anmeldung gebeten. Vor Ort wird basisdemokratisch entschieden, es besteht also nicht nur die Möglichkeit jederzeit Vorschläge und Aktionen einzubringen, das gesamte Camp lebt davon. Das Programm zum Camp findet ihr hier. Abends wird es wie gewohnt ein attraktives Kulturprogramm mit jeder Menge Acts geben.

Mehr Infos: ajuca.de » war-starts-here-camp.org

Ab dem 27. Juni bleiben die Türen der Antifabrik erstmal geschloßen. Wir hoffen ab September mit neuen Ideen, Motivation und Begeisterung zurück zu sein. Wir freuen uns euch dann alle wieder zusehen. In den Sommermonaten gilt es die Freiräume, die sich draußen ergeben, zu nutzen, mit anderen Menschen zusammen zukommen und die Seele baumeln zu lassen. Nach einem so, hoffentlich heißen und abwechslungsreichen Sommer kommen wir im Herbst selbstverständlich mit neuer Energie zurück. Doch auch im Sommer erwartet euch ein ausgewogenes Kultur- und Erlebnisprogramm. Unter anderem erwarten euch auf dem "Warstarts here"-Camp, dem Camp der Naturfreundejugend und dem Ajuca vielespannende Veranstaltungen, Workshops und Aktionen. Im September planen dann fundamentalistische Christen erneut einen Aufmarsch in Berlin. Dagegen sind bereits erste Aktionen in Planung.

Die Berliner Variante von Pegida, namens BärGidA, trifft sich jeden Montag im Regierungsviertel. In den letzten Wochen haben sich hier immer wieder zwischen 60 und 100 Rassist*innen eingefunden. Neben offensichtlichen Nazis und rechten Hooligans laufen auch Nationalisten verschiedenster Couleur mit, die auf den ersten Blick für Irritationen sorgen. Lasst uns jeden Nationalismus unsere Meinung sagen. Zusammen mit allen Anderen, die in einer befreiten und gleichberechtigten Welt leben wollen. Als sich der Aufmarsch nach Moabit bewegte hat der Protest gegen diesen unangenehmen Haufen wieder zugenommen. Lasst uns zu den nächsten Terminen daran anknüpfen. Der Treffpunkt der Nazis ist jeden Montag um 18:30 Uhr auf dem Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof. Nach einer Stunde laufen sie dann durchs Regierungsviertel oder probieren nach Moabit zu kommen. Lasst uns gemeinsam und entschlossen ihnen in den Weg stellen! Passt dabei auf euch und alle anderen auf!

Berlin-Buch liegt am nordöstlichen Stadtrand Berlins. Der an Brandenburg angrenzende Pankower Stadtteil fällt aus der Wahrnehmung der meisten Berliner Antifas heraus. So verwundert es nicht, dass die zunehmende Dominanz organisierter Neonazis in Buch nur von wenigen wahrgenommen wird. Das Problem schwelt zwar schon seit mehr als  zwei Jahren, aber erst die rassistische Mobilisierung gegen die geplante Flüchtlingsunterkünfte machte das Problem für die Allgemeinheit sichtbar. Einige antifaschistische Strukturen haben sich nun das Ziel gesetzt diese Hegemonie der Neonazis zu brechen. Dieses Wochenende wird deshalb eine Demonstration und ein Festival in Buch stattfinden.

VOSIFA-Festival: 12. und 13. Juni 2015 / ab 16 Uhr / Große Wiese am Jugendclub Würfel / Infos

Demonstration: 13. Juni 2015 / 13.30 Uhr / S-Bhf. Buch / Infos

Am 6. Juni 2015 planen Neonazis in der brandenburgischen Stadt Neuruppin ihre seit 2009 jährlich stattfindende Kampagne zum sog. „Tag der deutschen Zukunft“ (TDDZ) fortzusetzen. In diesem Rahmen wollen sie einerseits durch Anheizen rassistischer Denkmuster an bestehende Ressentiments und die rassistische Stimmungen in Teilen der Gesellschaft anknüpfen und andererseits eine Drohkulisse gegenüber Migrant*innen und Geflüchteten aufbauen. Dafür engagieren sich die lokal ansässigen Strukturen der „Freien Kräfte Neuruppin/ Osthavelland“. Sie wollen mit diesem Großaufmarsch, bei dem bis zu 500 Nazis erwartet werden, an vergangene neonazistische Veranstaltungen in Neuruppin anknüpfen und ihre Position in der Region Nordwestbrandenburg festigen.

Der Tag stellt den Höhepunkt einer bereits laufenden Reihe von Versammlungen und Aktionen dar. Dabei wird jede Gelegenheit genutzt, um sich in Szene zu setzen und Anhänger_innen zu mobilisieren. Es ist mit einem der größten Aufzüge seit den jährlichen Märschen im brandenburgischen Halbe zu rechnen. Wir wollen dies nicht hinnehmen und rufen alle engagierten Antifaschist_innen dazu auf, gemeinsam den Neonazis entgegen zu treten und den TDDZ durch Menschenblockaden scheitern zu lassen. Wir setzen uns für ein solidarisches Miteinander, Chancengleichheit und freie Entfaltungsmöglichkeit für alle Menschen ein. Eine “Zukunft” voller Ausgrenzung und Unterdrückung muss verhindert werden!

Kommt am 6. Juni 2015 nach Neuruppin und lasst uns gemeinsam dem TDDZ blockieren. Keine Zukunft den Nazis!

Weitere Infos: neuruppin.no-tddz.org

Berlin hat sich verändert. Es wird teuer, zu teuer für uns und für viele andere, die aus ihren Kiezen verdrängt werden. Freiräume verschwinden, gewachsene soziale Milieus, Freundeskreise, Nachbarschaften werden zerrissen. Es entstehen Luxusappartements, Carlofts, überteuerte Restaurants. Polizeiliche Maßnahmen sollen die Konformität in den Kiezen absichern, wer nicht ins Raster passt, soll weichen. Die Mieten werden unbezahlbar, die Löhne sind niedrig, viele haben überhaupt keine Arbeit, mit der sie über die Runden kommen. Wer nicht bezahlen kann, wird zwangsgeräumt oder findet erst gar keine Wohnung. Denn für den Kapitalismus sind nicht wir und unsere Bedürfnisse der Maßstab, sondern die endlose Anhäufung von Kapital.

Gegen Gentrifizierung und Verdrängung gibt es seit langem jedoch auch Widerstand. Demonstrationen, wie die antikapitalistische Walpurgisnacht und der revolutionäre 1. Mai, haben das Thema aufgegriffen. Bündnisse wie "Zwangsräumung verhindern" versuchen, praktisch dort zu intervenieren, wo Menschen mit Gewalt aus ihren Wohnungen und Vereinsräumlichkeiten vertrieben werden sollen. Andere Gruppen wählen den Weg direkter Angriffe auf Luxusimmobilien oder die Büros der Verantwortlichen. Der Widerstand ist vielfältig, jedoch muss er noch weiter wachsen, um wirklich Wirkung zu zeigen.

Damit wir aus den defensiven Kämpfen in die Offensive kommen, brauchen wir ein Konzept von Gegenmacht. Wir müssen uns Infrastruktur schaffen, von der aus wir Kerben in das Bestehende schlagen können. Ein Projekt, das in diesen Bereich fällt, ist die Erkämpfung eines sozialen Zentrums. Viele Orte des gemeinsamen Lebens, Schaffens, Träumens sind uns über die Jahre genommen worden. Dieser Ort soll nicht erbettelt, sondern genommen werden. Wir werden nicht mit Immobilienhaien in den Ring steigen, um ein überteuertes Haus zu kaufen. Wir werden auch keine Miete für einen Ort zahlen, in dem ArbeiterInnen, Studierende , Kinder - schlicht die Menschen dieser Stadt - zusammenkommen. Denn es gibt genügend Häuser, die nur zur Spekulation leerstehen. Die revolutionäre 1.Mai-Demonstration ist für uns der passende Anlass, um damit zu beginnen, unsere Forderungen in die Tat umzusetzen!

Wir holen uns gemeinsam das soziale Zentrum! Wir holen uns die Stadt zurück!

Antikapitalistische-Demo "Organize!": 30. April 2015 / 18:30 Uhr / Leopoldplatz (Wedding) / Aufruf
DGB-Demo: Klassenkämpferischer Block: 01. Mai 2015 / 10:00 Uhr / Hackescher Markt (Mitte) / Aufruf
Revolutionäre 1.Mai-Demo: 01. Mai 2015 / 18:00 Uhr / Spreewaldplatz (Kreuzberg) / Aufruf

Seit Ende 2014 kommt es regelmäßig zu rassistischen Mobilisierungen in Hohenschönhausen. Der Protest richtet sich gegen die Errichtung von Unterkünften für Geflüchtete in Falkenberg und Neu-Hohenschönhausen. Die rassistischen Aufmärsche werden dabei von der NPD und ihrem Umfeld organisiert. Hand in Hand verbreiten rassistische Anwohnende und Neonazis ein Klima des Hasses. Selbst vor offenen Gewaltaufrufen wird nicht zurückgeschreckt.

In den letzten Monaten gab es verschiedene antifaschistische Aktionen gegen die Nazi-Demonstration, wodurch die Zahl der Teilnehmenden immer weiter gesunken ist. Anstatt endlich aufzugeben, mobilisiert die NPD erneut zu einer Kundgebung am 1. Mai in den Kiez. Da die Nazis dieses offensiv werben, ist zu erwarten, dass sie mehr Leute als gewöhnlich mobilisieren können. Die Nazipartei hat dafür zwei Kundgebungen angemeldet - ab 12:00 Uhr in Hohenschönhausen an der Zingster Straße Ecke Falkenberger Chaussee (Nahe S Hohenschönhausen) und im Anschluss eine in Marzahn am Ahrensfelder Platz (nahe S Ahrensfelde). Inhaltlich schließen die Neonazis an die rassistischen Proteste der letzten Monate in den Berliner Randbezirken an. Dem gilt es konsequent einen Riegel vorzuschieben!

Antifaschistische Demonstration: 1. Mai 2015 / 11 Uhr / S-Bhf. Hohenschönhausen
Gemeinsame Anreise aus der Innenstadt: 10.15 Uhr am S-Bhf. Ostkreuz, Ausgang Sonntagsstraße
Weitere Infos: gemeinsam-gegen-rassismus.net

Die Entwicklungen linker Bewegungen spiegeln sich auch immer in ihren Flyern und Plakaten wieder. In diesem Zusammenhang ist eine Ausstellung geplant. Unter dem vorläufigen Arbeitstitel „Antifa gestern, heute und morgen – Motive einer Bewegung“  suchen wir Plakate, Flugblätter, Sticker und Flyer eurer Aktionen, Gruppen und Kampagnen der letzten zehn Jahre aus dem Raum Berlin und Brandenburg. Eine Vielzahl an Plakaten ist bereits auf den Seiten von politischesplakat.blogsport.de zu finden.

Die Ausstellung möchte Entwicklungen und zentrale Themen von Antifa in Berlin und Brandenburg anhand von Layouts sichtbar machen. Selbstverständlich geht die Vielfalt antifaschistischer Interventionsmöglichkeiten weit über ihre Gestaltungsvielfalt hinaus, doch sie ist ein wichtiger Teil dessen. Zurecht wird oft kritisiert, dass gerade innerhalb antifaschistischer Zusammenhänge das Design dabei eine übergeordnete Rolle spiele. In diesem Sinne geht es weniger um die Ästhetik als um eine Sammlung von Dokumenten einer Bewegung. Die Tausend Stunden vor Designprogrammen und die schier unendlichen Debatten um das Layout einer Kampagne sollen nicht umsonst gewesen sein.

Schickt uns Fotos, Scans oder Originaldateien an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder bringt sie ausgedruckt oder als Original Samstags in der Schreina vorbei. Dieses Projekt ist eine Kollaboration von politischesplakat.blogsport.de und a2berlin.org