Am 7. Januar 2005 wurde Oury Jallow in Dessau ermordet. Oury Jallow war zuvor in eine rassistische Polizeikontrolle geraten und wurde daruafhin festgenommen. Anschließend wurde er in das Polizeirevier Dessau gebracht. In der Zelle wurde er an Händen und Füßen gefesselt und "an der Wand fixiert". Kurze Zeit später verbannte er qualvoll in seiner Zelle. Als der Rauchmleder Anschlug und Hilferufe zu vernehmen waren schaltete der verantwortliche Bulle sogar den Feueralarm und die Sprechanlage aus.

Bei einem ersten Prozess wurden zwei angeklagte Bullen freigesprochen. Es wurde Revision eingelegt. Dieses Verfahren wird ab dem 12. Januar 2012 vor dem Landgericht Magdeburg neu aufgerollt. Dennoch wurde der Freispruch für einen der Beschuldigten für rechtskräftig erklärt.In Gedenken an den Ermordeten Oury Jallow findet am 7. Januar 2012 eine Demonstration in Dessau statt.

Weitere Infos gibt es hier.

In der neuen Nummer der „Rosen auf den Weg gestreut“ lest Ihr diesmal Beiträge über den neuen Thor-Steinar-Laden sowie über die Nazimorde und die Verstrickungen des Staates. Anhand zweier Beispiele werden Kontinuitäten von (deutschem) Rassismus sichtbar: Wir veröffentlichen einen Rückblick auf die Pogrome vor 20 Jahren im sächsischen Hoyerswerda und die Abschottungspolitik Kerneuropas für Flüchtlinge problematisieren wir anhand eines Reiseberichts zu einem No-Border-Camp in Bulgarien. Unsere Aneignungsserie bietet diesmal wertvolle Tricks und Tipps über das wie fahre ich am besten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr. Einen feministischen Blick werfen wir zudem auf die allgegenwärtige Twilight-Saga.

Seit einigen Monaten erhalten die linken Buchläden in Berlin vermehrt unerwünschten Besuch von Polizei und Staatsanwaltschaft. Anlässe sind regelmäßig mal mehr, mal weniger neue Publikation aus der radikalen Linken, deren inhaltliche Vielfalt den Repressionsorganen zu weit geht. Häufig werden dabei nicht nur die gesuchten Zeitschriften, sondern auch gleich die Computer der Läden mit beschlagnahmt.

Vom 9. bis 11. Juni 2011 ruft die ABOLISH-Kampagne zu antirassistischen Aktionstagen auf. (Aufruf des Bündnis) In der bundesweiten Kampagne haben sich selbstorganisierte Flüchtlinge und antirassistische Aktivist_innen vernetzt, um die diskriminierenden Gesetze gegen Flüchtlinge zu bekämpfen. Autonomen Zusammenhängen unterstützen die Mobilisierung der Flüchtlinge mit einem eigenen Aufruf, den wir im folgenden dokumentieren:

Am 10. Dezember 2011 findet in Berlin eine Demonstration gegen den Abschiebeknast in Grünau und den geplanten Abschiebetrakt auf dem Flughafen BBI. statt Erst vor Kurzem wurde bekannt dass im Gebäudekomplex des Flughafens BBI ein Abschiegefängnis enstehen soll. Über Asylanträge soll somit bereits im Transitbereich des Flughafens entscheiden werden. Das ist Teil des sogenannten "Flughafenverfahrens". Zudem steht der Knast unter Aufsicht der privaten Sicherheitsfirma B.O.S.S. Dieses Unternehmen ist bereits für den Abschieknast und die Zentrale Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge (ZAST) in Eisenhüttenstadt zuständig.

Die Demonstration führt zum Abschiebeknast in Grünau.Solidarisch sein kann neben der Demo auch heißen, den Inhaftierten den Zugang zu Ressourcen zu verschaffen, die sie für ein schnelles Rauskommen benötigen: Geld für Anwält_innen, Handy und Gesprächsguthaben, aber auch Bücher und DVD’s, um die Langweile zu überbrücken und nicht an den Bedingungen kaputt zu gehen.

Samstag 10.12.2011 | 15 Uhr | S-Bahnhof Spindlersfeld

Die Recherche-Broschüre Fight.Back gibt es mittlerweile in vier Ausgaben. Die letzte ist im Mai 2009 erschienen. Fight.Back ist ein Fachblatt für die antifaschistische Praxis und wird seit 2001 von unabhängigen Berliner Antifagruppen herausgegeben. Die Broschüre richtet sich an alle, die sich mit den Erscheinungsformen der extremen Rechten in Berlin aktionistisch, wissenschaftlich, beruflich und journalistisch auseinandersetzen.

Download der Broschüre | Ältere Ausgaben und weitere Recherche-Veröffentlichungen

Ihr kennt es sicherlich auch: Es ist mal wieder Wochenende und die Frage ist, wo am Abend abgehangen wird. Natürlich gibt es eine Menge Bars und Kneipen in den Szenebezirken der Stadt. Aber dort ist schon nach kurzer Zeit viel Geld für Getränke, Billard und Kicker draufgegangen. Könnt ihr euch ein Getränk nicht mehr leisten und sitzt ohne da, droht der Rausschmiss.

Uns kotzt das genauso an wie euch. Deswegen findet jeden Samstag die Antifabrik statt. Ein Ort, an dem ihr euch mit netten Leuten ohne Konsumzwang aufhalten könnt. Billard und Kicker könnt ihr kostenlos spielen.

Also kommt vorbei! Happiness is just around the corner!

Jeden Samstag - ab 20 Uhr - Antifabrik
Schreinerstr. 47 / U-Bhf. Samariterstraße

Auf der Antifa-Berlin-Sonderseite "Who is who" befindet sich ein Memory-Spiel der besonderen Art. Mensch kann hier sein Wissen über die Berliner Neonazi-Szene spielerisch testen. Es gilt 25 Berliner Neonazis auf Memory-Karten wiederzuerkennen. Ergänzend werden die Dargestellten mit einem kurzen Portrait dargestellt.

Viel Spaß beim Spielen.

Nachdem nun tausende Ausgaben der inzwischen 17. Nummer der "Rosen auf den Weg gestreut" vor Schulen, in Jugendeinrichtungen und anderen Orten verteilt bzw. ausgelegt wurden, freuen wir uns, Euch mitteilen zu können, dass sie jetzt auch online erhältlich ist. Abermals hat die Redaktion ein abwechslungsreiches Heft zusammengestellt. Beiträge gibts bspw. zur Gegenpäpstin, dem Gay & Lesbian Pride March in Budapest, Männlichkeitsbildern im Punk. Viel Spaß beim Lesen.