Auch in diesem Jahr findet vom 31. Juli  bis zum 4. August auf dem Gelände des Kulturkosmos e.V.  wieder das alternative Jugendcamp, kurz Ajuca, statt. Das Ajuca ist ein gesellschaftskritisches, selbst organisiertes Camp in Mecklenburg-Vorpommern und findet bereits seit mehreren Jahren statt. Auch aus Berlin ist das Camp gut zu erreichen. Wie jedes Jahr erwarten euch dort wieder viele nette Menschen, Workshops und Veranstaltungen. Es wird um eine Anmeldung gebeten. Vor Ort wird basisdemokratisch entschieden, es besteht also nicht nur die Möglichkeit jederzeit Vorschläge und Aktionen einzubringen, das gesamte Camp lebt davon. Das Programm zum Camp findet ihr hier. Abends wird es wie gewohnt ein attraktives Kulturprogramm mit jeder Menge Acts geben.

Zum Camp gehört auch jeweils ein Aktionstag, der auf dem Camp mit allen Teilnehmer*innen gemeinsam vorbereitet und durchgeführt wird  Die Verpflegung übernimmt die Vokü-Crew, die auf jede Helfende Hand bei der Zubereitung angewiesen ist. Zur Übernachtung braucht ihr ein Zelt. Die Orga-Crew hat hier eine Checkliste zusammengestellt. Da die Organisierung eines solchen Camps auch jede Menge Geld kostet, wird um einen kleinen Unkostenbeitrag gebeten.

Am frühen Abend des 5. Juni wurde der französische Antifaschist Clément Méric von Neonazis in Paris ermordet. Er verließ gerade in einer kleineren Gruppe ein Geschäft, als eine Gruppe rechter Skinheads sie gezielt attackierte. Mehrere Faustschläge, vermutlich verstärkt durch einen Schlagring, trafen Clément so heftig, dass er nach hinten kippte und mit dem Kopf auf einen Poller aufschlug. Einige Stunden später erlag er im Krankenhaus den Verletzungen. Clément Méric war in der Action Antifasciste Paris-Banlieue (AAPB) organisiert. Die Täter sind der organisierten Naziszene zuzurechnen.

Bereits am nächsten Tag erfolgten durch die Pariser Polizei mehrere Festnahmen, darunter auch die des Haupttäters. Die Täter sind dem Umfeld der Jeunesses nationalistes révolutionnaires (JNR) zuzurechnen, verfügen aber zu guten Verbindungen zu zahlreichen Akteuren der rechten Szene in Frankreich. In den folgenden Tagen nahmen Zehntausende an Gedenkdemonstrationen an Clément Méric in Frankreich und überall in der Welt teil. Auch in Berlin fand eine Solidaritätskundgebung vor der französischen Botschaft statt.

Die Antifabrik verabschiedet sich ab dem 22. Juni in die wohlverdiente Sommerpause. Nach einem hoffentlich heißen und abwechslungsreichen Sommer kommen wir im Herbst selbstverständlich mit neuer Energie zurück. Doch auch im Sommer erwartet euch ein ausgewogenes Kultur- und Erlebnisprogramm. So beginnt im Sommer der Wahlplakatsaison und es sind wieder diverse Camps und Festivals geplant. Unter anderem erwarten euch auf dem "War starts here"-Camp, dem Camp der Naturfreundejugend und dem Ajuca viele spannende Veranstaltungen, Workshops und Aktionen. Im September planen dann fundamentalistische Christen erneut einen Aufmarsch in Berlin. Dagegen sind bereits Aktionen in Planung.

Die Antifabrik öffnet seit vielen Jahren jeden Samstag ihre Türen. Sie wird jeden Samstag ab 21 Uhr in der Schreina47 von der Antifa Jugendaktion Kreuzberg und der Autonomen Antifa Berlin organisiert. Wir erwarten euch selbstverständlich alle im Herbst  zur Wiedereröffnung.

Bei der Großdemonstration anlässlich der Blockupy-Aktionstage in Frankfurt am Main am 1. Juni kam es zu massiver polizeilicher Repression. Nach einigen Hundert Metern Laufstrecke wurde der antikapitalistische Block massiv angegriffen. Fast 1000 Demonstrant*innen wurden im Anschluss stundenlang gekesselt, mit Pfefferspray und Schlagstöcken traktiert und teils blutig und ohnmächtig geschlagen (Video). Weit über 200 Menschen wurde verletzt (Stellungnahme Demosanis). Die Demonstration wurde so faktisch auf der gerichtlich bestätigten Route verhindert.

Bereits während der Anreise waren alle Berliner Busse stundenlang festgehalten worden und durften erst nach Frankfurt, nachdem alle Reisenden sich erkennungsdienstlich behandeln ließen. Aufgrund dieser provokativen Repression musste ein Bus mit Geflüchteten nach Berlin zurückfahren - sie konnten nicht an den Blockupy Protesten in Frankfurt teilnehmen.

Spendenaufruf / Infos für Betroffene / Erklärung des Koordinierungskreises

Seit August 2012 läuft in Frankfurt (Main) der RZ-Prozess gegen Sonja und Christian. Beiden wird vorgeworfen in den 1970er Jahren in den Revolutionären Zellen (RZ) organisiert gewesen zu sein und sich an Anschlägen beteiligt zu haben. Sonja sitzt seit September 2011, seit mittlerweile 20 Monaten in Haft!

Seit dem 9. April sitzt auch Sibylle in Haft. Sie wurde in den 1980er Jahren wegen Aktionen der RZ verurteilt und sollte nun als Zeugin gegen ihre ehemaligen Genoss_innen aussagen. Da Sybille die Aussage verweigert, hat sie das Gericht in Beugehaft gesteckt.

Solidarität mit Sonja, Christian und Sibylle. Die Geschichte des bewaffneten Kampfes gehört nicht in den bürgerlichen Gerichtssäalen sondern in unseren linken Zentren und Zeitschriften aufgearbeitet. Eine Absage an den Kampf um eine Gesellschaft ohne Herrschaft und Ausbeutung oder ein Abschwören die dafür notwendigen Schritte zu gehen, werdet ihr von uns nicht kriegen!

Infos zum Verfahren gibt es bei der Soligruppe Freiheit und Glück für Sonja und Christian und bei der Soligruppe gegen die Beugehaft.

Am frühen Morgen des 22. Mai durchsuchten die Repressionsorgane im Auftrag der Generalbundesanwaltschaft insgesamt 21 Räumlichkeiten in mehreren Bundesländern, unter anderem in Berlin, Magdeburg und Stuttgart. Die Bundesanwaltschaft erklärte, die Durchsuchungen stünden im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen die sogenannten "Revolutionären Aktionszellen" (kurz RAZ), der neuen Reihe der radikal und der herausgebenden Struktur "Revolutionären Linken" (kurz RL). MIt der Vorwurf der Mitgliedschaft und Bildung einer kriminellen Vereinigung (§129) ermitteln die Repressionsbehörden offenbar gegen die RAZ, die  RL und die radikal als Nachfolgeorganisation der militanten gruppe (mg). Die RAZ erklärte sich für die Verschickung von Patronen und einige Brandanschläge sowie Explosionen verantwortlich. Ziele waren Gerichte, Arbeitsämter und Behörden in Berlin. Die RL wollte mit der radikal die von der mg angestoßene Militanzdebatte fortsetzen.

Im Jahr 2009 wurden drei Personen auf einem Gelände der Bundeswehr in Brandenburg festgenommen. Das BKA warf ihnen die Mitgliedschaft in der militanten gruppe (mg) vor. Im Zuge des folgenden Prozesses wurden Axel, Oliver und Florian zu 3 bis 3,5 Jahren Haft verurteilt. In der Zwischenzeit erklärte die "militante gruppe" die Einstellung des Projekts, welches sich jahrelang um die Schaffung einer militanten Plattform bemühte.

Die aktuelle Repression scheint jedoch vielmehr der Einschüchterung von Aktivist*innen und der Ausforschung linker Stukturen zu dienen. Die Durchsuchungen reihen sich in zahlreiche Kriminalisierungsversuche der vergangenen Jahre ein. Insbesondere die sogenannten „Schnüffelparagraphen“ §129 kommen hierbei häufig zum Einsatz. Unsere Antwort auf diesen Repressionsschlag kann daher nur die Solidarität mit den Betroffenen sein.

Update:
Soli-Demo am Freitag (24. Mai) um 20 Uhr am Kottbusser Tor
Soli-Kundgebung "Freiheit für Olli!" am Dienstag (28. Mai) um 19 Uhr vor der JVA Tegel

Letzten Montag wurden im brandburgischen Kremen drei polnische Erntehelfer von Einwohnern des Ortes angegriffen. Eine Gruppe von Männern machte sie fälschlicherweise für einen am selben Tag verübten Wohnungseinbruch verantwortlich und eröffnete die Jagd auf sie. Die Arbeiter wurden von ihnen gefesselt, verschleppt und geschlagen, so dass sie anschließend im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Mittlerweile haben sich vom Bürgermeister bis zum brandenburgischen Innenminister alle entschuldigt, wenn auch sicher nicht bei den Opfern persönlich. Beklagt wird von ihnen, dass die selbsternannten Ordnungshüter die falschen erwischt haben oder das ihr Aktivismus einenen Verstoß gegen die Rechtsstaatlichkeit darstellt, man will eine Schädigung des Rufs Brandenburgs und der deutsch-polnischen Beziehungen abwenden. Doch das eigentliche Problem wird nicht beim Namen genannt: Rassismus.

Pol*innen sind der deutschen Mehrheitsgesellschaft willkommen wenn es um die Erledigung von Drecksarbeit zu Niedrigstlöhnen geht. Sonst - da sind sich alle einig, egal ob Polizei, NPD oder selbsternannte Ordnungshüter - gelten sie vor allem als kriminell. Mit Polizeistatistiken, die suggerieren, dass Einbrüche in Berlin und Brandenburg generell auf das Konto polnischer Banden gehen würden, wird das rassistische Stereotyp auch in der aktuellen Berichterstattung reproduziert.

Wir sagen: No way! Schluss mit dem rassistischen Bürgermob! Solidarität mit den Betroffenen!

Deshalb auf zur Bustour nach Kremmen. Los geht's am 21. Mai um 15 Uhr am Oranienplatz/Kreuzberg. Um Spenden wird gebeten. Bitte meldet euch vorher mit der Anzahl an benötigten Plätzen bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mehr als drei Jahre nach Beginn der Krise sind die verheerenden Folgen durch die Massenarmut in Südeuropa mehr als offensichtlich. Aber auch hierzulande geht die kapitalistische Krise mit Verschuldung, Verdrängung und Armutslöhnen, von denen kaum jemand existieren kann, einher. Dies ist die Folge einer neoliberalen Politik, die auf Grund zunehmender Konkurrenz zwischen Unternehmen und Standorten in allen Industriestaaten die Märkte umfassend dereguliert hat. Soziale Sicherheiten wurden gestrichen, öffentliche Güter privatisiert, die Rechte von Lohnabhängigen beschnitten und soziale Kontrollen verschärft.

Diesem zur Normalität gewordenen Wahnsinn muss eine Absage erteilt und Widerstand geleistet werden. Deshalb rufen wir zur Beteiligung an den Blockupy-Aktionstagen vom 30. Mai bis zum 1. Juni in Frankfurt am Main auf. Mit einer Blockade vor der EZB am 31. Mai soll zumindest für einen Tag deren reibungsloser Ablauf gestört werden. Im Anschluss ist eine antirassistische Aktion am Frankfurter Flughafen geplant, von dem aus die meisten "Abschiebungen" in Deutschland erfolgen. Für den 1. Juni ist dann eine Großdemonstration gegen das Krisenregime geplant. Die Interventionistische Linke und das Bündnis "ums Ganze!" organisieren dort gemeinsam einen antikapitalistischen Block.

Von Berlin werden Busse nach Frankfurt fahren. Karten bekommt ihr im "Red Stuff" (Waldemarstr. 110) und in der "
Schwarzen Risse" (Gneisenaustr. 2a). Vor Ort wird ein Camp als Schlafmöglichkeit organisiert.

Vor 25 Jahren, zum 1. Mai 1988 erschien die erste Ausgabe der Interim. Die Macher*innen versuchen mit der Zeitschrift "an die neuen Strömungen der radikalen undogmetischen Berliner Linken anzuknüpfen und gleichzeitig zwei Lücken zu schließen: ein fehlendes Berliner Info der undogmatischen Linken und der politische Abgang der taz." Die Zeitung soll dabei nicht Leute agitieren, sondern Medium für den eigenen Austausch, die eigenen Debatten sein. "Um der Lebendigkeit der Äuseinandersetzungen gerecht zu werden", soll sie wöchentlich erscheinen. Sie erklären unmissverständlich keinen Bock darauf zu haben, "die neuste Dienstleitung der radikalen Linken" zu sein: Deswegen werden wir ein Minimum an Arbeit reinstecken. Wir schreiben keine Artikel, dass Layout geht uns einen Scheißdreck an. Inhalte wollen wir schon gar nicht bestimmen." Abgedruckt wird, was von der Szene kommt. (Editorial in der erster Ausgabe)

Am 24. Mai 2013 jährt sich die Ermordung von Dieter Eich zum 13. Mal. Dieter Eich wurde von mehreren Neonazis in seiner Wohnung zu Tode gequält. Lange Zeit bemühten sich die Medien den Hintergrund der Tat zu verschweigen. In Gedenken an Dieter Eich und gegen bestehende Nazistrukturen in Buch findet deshalb am 24. Mai eine Demonstration statt. Die Demonstration wird seit einigen Jahren von Antifa-Gruppen aus dem Nordosten Berlins organisiert. Der Stadtteil Buch steht derzeit ohnehin auf Grund seines Naziproblems im Fokus.

Seit einigen Monaten versucht eine kleine Gruppe Neonazis die Gegend für sich zu beanspruchen. Neben dem  Versuch eine Spontandemonstration durchzuführen kommt es in diesem Zusammenhang regelmäßig in der Nähe vom S-Bhf. Buch zu Sachbeschädigungen und nazistischen Schmierereien. Für diese Aktivitäten erklärte sich eine Gruppe unter dem Label „AG-Buch“  verantwortlich.  Aus diesem Grund fand bereits im März ein Putzspaziergang in der Region statt. Diese pflegen auch Kontakte zu den Nazis um Sebastian Schmidtke vom Nazinetzwerk NW-Berlin und der NPD.

Antifa-Demo: Freitag / 24. Mai 2013 / 18 Uhr / S-Bahnhof Buch / Weitere Infos