Einmal monatlich findet in der Strausberger Gaststätte “Zum alten Steuerhaus” der Stammtisch der lokalen AfD statt. Hier trifft sich rund um den Strausberger Stadtverordneten Rainer Thiel das Kernklientel der rassistischen Partei. Immer wieder wird er dabei unterstützt von Parteiprominenz aus Berlin und Brandenburg. Und das nicht von irgendwem: Die Strausberger Fraktion ist, wie der gesamte Brandenburger Landesverband, klar dem „Flügel“ um Höcke und Kalbitz zuzuordnen, der innerhalb der ohnehin schon rechten Partei den ekligen rechts-äußeren Rand bildet.
 
Diese illustren Menschen treffen sich also monatlich zum gemeinsamen Biertrinken im “Alten Steuerhaus”. Dabei dienen Stammtische der AfD weit mehr als nur dem netten Beisammensein. Sie sind bundesweit ein zentrales Mittel, um sich zugänglich und bürgernah zu präsentieren. Hierher können Interessierte eingeladen werden, vor allem aber können Sympathisant*innen und Mitglieder sich vernetzen und austauschen. So unterstützen die Lokale, in denen solche Stammtische stattfinden, ganz aktiv die Arbeit der Partei.
Die Gaststätte “Zum alten Steuerhaus” macht keinen Hehl aus ihrer Unterstützung für die AfD. Ungeniert wird für die Stammtische geworben, Angestellte begrüßen die AfDler per Handschlag. Die Verantwortlichen des Lokals wissen, was sie tun – und sie scheinen sich nichtmal dafür zu schämen.
Aber die AfD ist keine „normale“ Partei wie jede andere. Sie trägt ganz massiv zu dem Rechtsruck bei, der bei rassistischen Beleidigungen beginnt und mit Attentaten wie dem in Hanau endet. Rassismus tötet – und die AfD ist mit dafür verantwortlich. Ganz egal, wie lange die Partei in Landtagen und Stadträten sitzt: Wir werden uns niemals an ihre Präsenz gewöhnen und da, wo sie auftaucht, müssen wir dagegen protestieren.
Darum kommt am 5. September um 15h zur Kundgebung & Konzert am Alten Steuerhaus.
Es gibt kein ruhiges Hinterland! Kein Acker der AfD!
 
Was? Kundgebung und Konzert mit den PC Toys
Wann? 5. September, 15 Uhr
Wo? Hohensteiner Chaussee 19, 15344 Strausberg
Vortreffpunkt? 14:30h am S‑Bahnhof Strausberg mit Fahrrädern
Und danach? Essen für alle und Hiphop-Konzert mit McJosh, Spacebunny Ninja und FaulenzA
 
Aktuelle Infos findet ihr hier: https://keinacker.noblogs.org/
Am kommenden Sonnabend, den 8. August, haben Neonazis um die Freien Kräfte und NPD/JN eine Kundgebung zum sog. »Tag des politischen Gefangenen« in Hennigsdorf angekündigt. Ursprünglich sollte die Veranstaltung im März stattfinden, wurde jedoch Corona-bedingt verschoben. Bereits das Datum (8.8. = 88 = Heil Hitler) offenbart einen klaren NS-Bezug, neben der inhaltlichen Bezugnahme auf prominente Holocaust-Leugner*innen wie Ursula Haverbeck und den Kriegsverbrecher Erich Priebke. Priebke wurde in Hennigsdorf geboren und dient als Identifikationsfigur der rechten Szene.
Ursprünglich war die Nazikundgebung in Hennigsdorf für 13 Uhr angekündigt. Nun hat der Organisationskreis jedoch verkündet die Nazis sollen sich zwischen »12.30 Uhr & 13 Uhr am Bahnhof«“ treffen und von dort aus gäbe es »dann alles weitere«“.
Dafür, dass es sich bei der Veranstaltung um eine angemeldete Standkundgebung handelt, riecht diese Ankündigung stark nach einem Vortreffpunkt für eine weitere Aktion. Ein Aufmarschversuch ist nicht wahrscheinlich, dennoch ist Wachsamkeit angesagt!
Mehrere Optionen sind möglich:
1. Sie ziehen zum Geburtshaus von Erich Priebke in Hennigsdorf. Der Standort ist nicht bekannt.
2. Sie führen eine Gedenkaktion für Rudolf Heß durch. Auf Facebook postete die Orgagruppe vor einigen Wochen ein Bild, wo sie ein Transparent malen mit der Aufschrift »Ich bereue nichts«“, dem Schlusswort des Hitlerstellvertreters Rudolf Heß im Nürnberger Prozess. Auch Priebke hatte bis zu seinen Tod keine Reue gezeigt. Später wurde das Bild von der Seite genommen. Am 17. August beging Heß Suizid. Dieses Datum nutzten Neonazis in der Vergangenheit um ihm in Berlin-Spandau zu huldigen. Die Terminliche Nähe zu Heß’s Todestag legt eine solche Gedenaktion für ihn nahe. Im Jahr 2018 trafen sie sich zum Teil im benachbarten Falkensee um gemeinsam zum Heß-Aufmarsch in Berlin-Spandau anzureisen. Erinnert sei hier auch an die Fakeanmeldungen der Nazis im August 2018, die den Gegenprotest in die Irre leiteten und den Nazis einen Heß-Gedenkmarsch im Berliner Stadtzentrum ermöglichte.
Es ist darum nicht auszuschließen, dass Hennigsdorf ein Sammelort ist um von dort nach Berlin zu fahren und dort ungestört aufzumarschieren. Die Fahrt von Hennigsdorf nach Spandau oder in die Berliner Innenstadt dauert eine Halbe Stunde.
Die Neonaziszene in Berlin/Brandenburg verbuchte in den letzten Jahren herbe Niederschläge. Die durchaus mobilisierungsstarken „Nein zum Heim“ Proteste brachten nicht den erwünschten Erfolg für die Bewegung. Von der rassistischen Stimmung profitierte die AfD, klar als Nazidemos erkennbare Veranstaltungen werden von breiten Protesten begleitet und erzielen weder die propagandistische Wirkung nach außen, noch stärken sie das Gemeinschaftsgefühl nach innen. Zahlreiche Veranstaltungen und Festivals mussten wegen Corona ausfallen, diffuse Zusammensetzungen der Hygiene-Demonstrationen bieten wenig Anschluss für extrem rechte Akteur*innen. Die Kundgebung in Hennigsdorf ist eine Möglichkeit radikal nach innen zu wirken um Selbstermächtigung zu erlangen. Auch wenn in Hennigsdorf nur mit 40 Nazis plus zu rechnen ist, so ist dies kein Grund sie laufen zu lassen.
Aufgrund dieser Informationslage und unserer Erfahrungen, werden wir den Anreisepunkt am 8. August nach vorn verlegen und rufen auch die Brandenburger Gruppen dazu auf, bei ihrer Anreise nach Hennigsdorf sich mit den Berliner Antifaschist*innen am Gesundbrunnen zu sammeln. Dies ermöglicht uns im Falle eines Aufmarschversuches eine größere Flexibilität und bietet zudem mehr Sicherheit für Nazigegner*innen bei der Anreise.8. August 2020

Treffpunkt: 11.00 Uhr, S‑Bhf. Gesundbrunnen (Mc Donalds)

Abfahrt: 11.22 Uhr | Ankunft: 11.47 Uhr

Für den Tag gilt: Haltet Abstand zu einander, tragt den Mund-Nasen-Schutz, nehmt euch ausreichend Wasser und Sonnenschutz mit und bleibt mobil!
Antifa-Vorbereitungskreis gegen die Nazikundgebung in Hennigsdorf

Dieses Jahr sieht die sommerliche Geschäftigkeit bei uns allen wohl etwas anders aus, als normalerweise. Trotzdem möchten wir euch auf zwei tolle Camps hinweisen, die dieses Jahr zwar nicht wie gewohnt stattfinden, aber trotzdem supportet werden können.

  • Das JWD Camp in Brandenburg sammelt Bilder und andere Liebesgrüße bis zum 10. Juli - nächstes Jahr geht es hier auch wieder janz weit raus.
  • Das AJUCA in Mecklenburg-Vorpommern geht online und wartet dieses Jahr also im Netz mit Politics, People und Party auf. An dem Programm kann vom 22.-26.7.2020 teilgenommen werden.

Verpetz die AfD! Das einzig wahre Meldeportal

Immer wieder konnten in der Vergangenheit AfD-Veranstaltungen erfolgreich verhindert werden, indem frühzeitig zu Gegenprotesten mobilisiert wurde oder die Wirt_Innen und Betreiber_Innen der Veranstaltungsorte über das braune Treiben der Faschist_Innen in ihren Räumlichkeiten informiert wurden. Solche Absagen schaden der AfD massiv. Sie schränken ihre Möglichkeiten, ihr rassistisches, sexistisches und menschenverachtendes Weltbild zu propagieren ein, nehmen ihnen die Bewegungsfreiheit im öffentlichen Raum und kosten die AfD bei größeren Events, wie Parteitagen, oft auch sehr viel Geld. Genau das sind unsere und auch deine Ziele, und jetzt kannst du, mit ein paar Mausklicks und einer kurzen Nachricht, uns helfen, der AfD zu schaden. Mach mit – Verpetz die AfD!

Der AfD die Räume nehmen
Die AfD ist angewiesen auf öffentliche Räume wie Restaurants, Hinterzimmer, Vereinsheime, Event-Locations oder große Veranstaltungshallen. All diese Räume wollen und werden wir den rechten Hetzer_Innen nehmen und dazu brauchen wir deine Hilfe. Du hast AfDler_Innen zufällig in einem Restaurant oder einer Kneipe erkannt? Du arbeitest in einer Event-Location oder einem Restaurant und hast Wind davon bekommen, dass dein Chef Räume an die AfD vermietet? Dann verpetz die AfD! Schreib uns eine Mail und melde uns deine Beobachtung oder Infos und trag so aktiv dazu bei, der AfD zu schaden und ihnen öffentliche Räume zu nehmen!

Der AfD die Infrastruktur nehmen
Die AfD ist für die Durchführung fast jeder größeren Veranstaltung angewiesen auf externe Dienstleister_Innen. Die Grafikagentur, die die Einladung entwirft, die Druckerei, die die Einladungen erstellt, die Getränkebestellung, die Kellner_Innen, Service-Personal, die Security, die Bühnentechnik, Licht- und Sound-Anlage, Saal-Deko, Tageslichtbeamer und Leinwand, das Anliefern und der Aufbau: an fast all diesen Punkten nutzt die AfD externe Dienstleister_Innen und überall gibt es verschiedene Menschen in der Kette, die wissen, wann und wo die AfD ihre Veranstaltung plant. Wenn du Dienstleister_In bist, oder bei einer Firma arbeitest, die von der AfD beauftrag wurde, hast du die Chance uns zu helfen und mit wenigen Mausklicks aktiv gegen Rechtsruck und Rassismus einzugreifen. Verpetz die AfD! Schreib uns eine Mail und melde uns deine Beobachtung oder Infos zu der geplanten AfD-Veranstaltung!

Sicher und unkompliziert: So schadest du der AfD ohne dir selbst zu schaden:
Für uns ist nicht wichtig, wie du heisst, wo du arbeitest und was du tust. Lass solche Infos also alle weg, sie nutzen uns nicht. Schreib uns einfach, wann und wo die AfD eine Veranstaltung oder Treffen plant, oder durchgeführt hat. Um 100% sicher zu gehen, kannst du dir hierfür eine anonyme Mail-Adresse zulegen. Das dauert nur ein paar Minuten und geht ganz einfach. Wir empfehlen hierfür zum Beispiel den Anbieter Protonmail. Dort kannst du, ohne deinen Namen oder andere Daten anzugeben, eine Mail-Adresse erstellen und uns mit dieser dann schreiben. Da wir ebenfalls Protonmail nutzen, wird deine Mail automatisch verschlüsselt und nur wir können sie lesen.

Also keine Zeit verlieren! Sag deinen Freund_Innen bescheid, haltet Augen und Ohren offen und meldet AfD-Aktivitäten, wenn ihr sie mitbekommt! Und denkt immer daran: Jede Info schadet der AfD!

Schick uns deine Infos an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese Zeiten sind stressig und belastend für viele–besonders aber für Frauen*!

Viele Probleme, die wir eh schon haben, werden durch die Krise noch verschärft. Ständig zu Hause sein, die Familie auf engem Raum, Angst um den Job oder die Wohnung haben, keine oder nur wenige Treffen mit Freund*innen: das kann bei vielen zu Stress, Frust und schlimmstensfalls zu Gewalt führen. Diese Gewalt richtet sich häufig gegen die Frauen* und Kinder der Familie. Manchmal ist sie laut, sie kann aber auch leise sein.
Aber Du kannst dir Hilfe holen, um die Gewalt gegen Dich zu beenden und die Situation zu entspannen. Dafür gibt es viele Wege, die mit Dir am Telefon durchgegangen werden. Auch eine sichere Unterkunft kann in Berlin für Dich und deine Kinder gefunden werden. Die Unterbringung ist natürlich kostenlos und anonym. Auch als Nachbar*in, Bekannte*r, Freund*in und Kolleg*in kannst Du Hilfe leisten:

— Erkundige dich bei der betroffenen Frau, wie es ihr geht und ob sie Hilfe braucht

— Signalisiere Unterstützung: „Ich bin für dich da, wenn Du da raus möchtest, auch wenn das jetzt noch nicht geht“

— Gib ihr die Kontaktdaten von Gewaltberatungsstellen oder Frauenberatungsstellen

— Sind Schreie im Haus zu hören, solltest du den Fernseher nicht lauter drehen, sondern genau darauf achten, was passiert.

— Wirst du Zeug*in von Gewalt, dann kannst du eingreifen, indem du klingelst oder an die Tür klopfst. Wer sich nicht traut, die Gewalt direkt anzusprechen, kann bereits mit einer ablenkenden Intervention helfen. Das kann beispielsweise die Frage sein “Können Sie mir Zucker borgen?” oder “Wie spät ist es?”.

— Falls du die Situation nicht einschätzen kannst oder dich selber schützen willst, hol dir von anderen Hilfe.

Bleibt solidarisch miteinander! Lasst uns als solidarische Nachbar*innen gemeinsam gegen Gewalt an Frauen* kämpfen!

Hilfe · Telefon bei Gewalt gegen Frauen
Help phone for violence against women
Kadına yönelik şiddet için yardım telefonu
Berlin: 030 6110300

Weitere Notfallnummern
Berliner Krisendienst: 030 390 63 10
Lara – Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen: 030 216 8888
Kinder- und Jugendseelsorge: 0800 1110333

 

Quelle: https://kiezkommune.noblogs.org/post/2020/04/15/diese-zeiten-sind-stressig-und-belastend-fuer-viele-besonders-aber-fuer-frauen/

Erinnern heißt kämpfen, deshalb schließen wir uns dem Aufruf der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) an und werden den 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai 2020 zum dezentralen Gedenken nutzen.
 
Die VVN-BdA ruft zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai 2020 zu einem dezentralen Gedenken und Erinnern auf. Durch die COVID-19- Pandemie können in diesem Jahr keine Befreiungsfeierlichkeiten und keine zentralen Veranstaltungen stattfinden. Die Ordnungsmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen im Kontext von COVID-19 schränken damit nicht nur das gesellschaftliche Leben ein, sondern auch die antifaschistische und erinnerungspolitische Arbeit an diesem für uns wichtigen Jahrestag.
 
Trotzdem und gerade deshalb wollen wir den 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus würdig und ehrenvoll im Sinne der Befreier*innen, der Roten Armee, sowie der Opfer und Verfolgten des Nationalsozialismus gestalten. Es gibt eine Vielzahl an Erinnerungsstätten zur Befreiung oder an die Opfer und Verfolgten des Faschismus. Diese lokalen, kleinen und dezentralen Gedenkstätten, wie Denkmäler, Friedhöfe, Ehrenhaine, Gedenksteine, Gräber oder Gedenktafeln, wollen wir mit eurer Unterstützung in den Fokus des antifaschistischen Gedenkens setzen.
 
In der Zeit um den 8. Mai 2020, dem 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus, werden wir individuell und unter Einhaltung der notwendigen medizinischen Bestimmungen und Sicherheitsvorkehrungen, Blumen niederlegen, Informationstexte anbringen, Transpis gestalten und  den Appell des „Nie wieder Krieg und Faschismus“ trotz des Fehlens von klassischen Gedenkveranstaltungen mehr als deutlich unterstützen.
 
Eigene Aktionen könnt ihr an die VVN BdA z. B. per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder Social Media schicken.
Inspiration für Gedenkorte auch in eurer Nachbarschaft könnt ihr zum Beispiel hier finden:

Wie eine Pandemie uns die Krise des Systems verdeutlicht

Die aktuelle Situation und die Corona-bedingten Maßnahmen treffen uns alle, manche aber härter als andere. Viele haben massive Einkommensverluste und deshalb Probleme ihren Lebensunterhalt und die Miete zu zahlen. Während Großunternehmen sich einer Unterstützung durch die Regierung gewiss sein können und weiter unverhältnismäßige Dividenden und Boni auszahlen, haben die durch die Krise am stärksten Betroffenen die geringsten Druckmittel. 
 
Die Krise ist eine Herausforderung und die aktuellen politischen Entwicklungen zeigen, dass wir denen helfen müssen.  Nicht die Rettung von Banken und Konzernen, sondern die Rettung von Menschenleben muss im Mittelpunkt stehen.

Wir fordern deshalb:

  • Sofortiger Stopp von Räumungsklagen + Zwangsräumungen und somit Lebenssicherheit für alle
  • Erlass von Mietschulden + sofortiger Mietenstopp, damit der Wohnraum in und nach der Krise finanzierbar bleibt sowie das Aussetzen von Mietzahlungen für von der Krise betroffene Menschen - soziale Sicherheit ist zur Zeit mehr denn je essentiell
  • Auflösung aller Ferienwohnungen und Umwandlung in Sozialwohnungen, denn Berlin braucht jetzt und überhaupt mehr sozialen Wohnungsraum
  • Legalisierung von Besetzungen, denn vorhandener Wohnraum sollte genutzt werden und nicht nur für Spekulationen oder als überteuerte Airbnb-Ferienwohnung verwendet werden
  • Stärkere finanzielle Förderung von Nachbarschaftstreffs und gemeinnützigen Projekten
  • Aufnahme aller Geflüchteter und Auflösung von Geflüchtetenlagern an den EU-Außengrenzen - insbesondere in Zeiten einer Krise müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch um diejenigen kümmern, denen aktuell nicht mal Wasser für hygienische Grundmaßnahmen zur Verfügung steht
  • Dezentrale Unterbringung von Geflüchteten und Obdachlosen in Wohnungen bzw. Hotels und Hostels (die derzeit sowieso keine Gäste haben)

 Die Krise fordert radikale Maßnahmen - wir fordern eine sofortige Umverteilung.  Seit Jahren werden mit Steuergeldern Banken und Firmen finanziert, jetzt ist es an der Zeit, staatliche Maßnahmen für alle zu entwickeln und zu testen. So könnten beispielsweise

  • die Banken ihre "Rettungsgelder" von 2008 zurückzahlen,
  • die Vergemeinschaftung von Wohnungsgesellschafte sowie der lebensnotwendigen Infrastruktur wie Krankenhauskonzernen,
  • eine Zusatzsteuer für die Profiteure der Krise (amazon, paypal,...)
  • und eine Zwangsabgabe für Reiche und Spitzenverdienende
dabei helfen für die Folgen der Pandemie zu zahlen und solidarische Wege aus der Krise zu finden.
 
Wir alle erleben aktuell eine Ohnmachtssituation, in der wir ständig darauf warten zu erfahren, ob wir arbeiten gehen müssen, unsere Kinder in die Kita gehen dürfen, Abschlussprüfungen geschrieben werden, wir Mundschutz tragen sollen und wen wir wann, wo und wie sehen dürfen.

 Was können wir aktuell tun?

  • Tausche dich mit anderen aus! Ihr seid nicht die einzigen, die sich gerade vor ungeahnten Herausforderungen sehen. Gemeinsam geht alles besser.
  • Rede mit deinen Nachbar*Innen und den Leuten im Kiez - Solidarität ist eine Waffe! Organisiert euch zum Beispiel gegen Vermieterschweine, denn gerade jetzt ist rechtlich auch oft mehr möglich als man denkt.
  • Zeige deine Solidarität durch kleine Spenden von Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln oder Kleidung bei den vielen Gabenzäunen, die aktuell in der Stadt entstanden sind (https://gabenzaun.de/ ).
  • Verbreite deine Meinung in den sozialen Medien und gucke, wo du aktuell (politische) Organisationen unterstützen kannst. #umverteilung #leavenoonebehind 
  • Hänge ein Schild oder Transparent von deinem Balkon oder verteile kleine Nachrichten auf deinem Weg zur Arbeit bzw. beim Spaziergang - damit kannst du auf Themen aufmerksam machen und zeigst anderen, dass sie nicht alleine sind.
Lasst uns gemeinsam neue Aktionsformen austesten, damit wir trotz allem gehört werden! 
Lasst uns zusammen Strategien entwickeln, um uns trotz Corona für eine bessere Gesellschaft  einzusetzen. Nur dann kann eine so schwierige Ausgangssituation eventuell doch neue Möglichkeiten und Handlungsspielräume eröffnen. Für eine bessere Welt für alle nach Corona! 
 
Deine antifaschistischen Freund*innen von nebenan
 
"Seit Monaten will die Berliner AfD einen Parteitag abhalten, so wie es das Parteiengesetz vorsieht. Sie scheitert aber an ängstlichen Vermietern und den Protesten Linker." konnte vor einigen Monaten der FAZ [1] entnommen werden. Die Märkische Allgemeine [2] hingegen titelt sachlich: "Völkisch ohne Raum: Berliner AfD sagt Parteitag ab". Wo die FAZ noch ängstliche Vermieter und 'etwas' Protest analysiert, sieht der Spiegel [3] gleich "Rechts-freie Räume" und untertitelt die clickbatige Überschrift dann ganz nüchtern: "Der für das Wochenende geplante Parteitag der Berliner AfD fällt aus - ein Vermieter zog seine Zusage zurück. Für die Rechtsaußen wird es immer schwieriger, Räume für Veranstaltungen zu finden." 
Die Berliner AfD hatte es im Januar zum dritten Mal nicht geschafft, einen Landesparteitag durchzuführen, aber immerhin erfolgreich lautes Mimimimi in die Medien tragen können. In der Zwischenzeit entfernt sich der Notvorstand zielgerichtet vom vermeintlich basisdemokratischen Anspruch der AfD.
 
Freudig können wir feststellen: Antifa wirkt. Die Parole "Kein Raum der AfD" wirkt!
 
Jahre der kontinuierlichen Arbeit und insbesondere die #keinraum Kampagne schaden der AfD ganz konkret. Die von der FAZ beschriebenen "ängstlichen Vermieter" sind dies ja nicht ohne Grund. Kontinuierlicher Protest vor den Locations der AfD erhöht den Stresslevel der Vermietenden, Bullenpräsenz und eine laute Meute vor dem Lokal sind wohl eher geschäftsschädigend. Das Sahnehäubchen bilden dann noch schlechte Internetbewertungen von Hotels und Restaurants, die sich auf die AfD eingelassen haben. Dies schreckt auch große Hotelketten wie die Maritim Hotels von einer Vermietung an die AfD ab. Auch vereinzelte Sachbeschädigungen an von der AfD genutzten Räumlichkeiten bescheren teilweise erhebliche Verluste, gerade wenn das Lokal bereits vorher durch wiederholten Protest gebrandmarkt wurde und nicht viel Geld abwarf. Auch im "privaten" Raum, dem Wohnumfeld oder dem Arbeitsraum, ist es gelungen den Raum der AfD-FunktionärInnen einzuschränken. Klassische Outingaktionen zeigen Erfolge. Wie wir freudig dem Bullenticker entnehmen konnten, wurde beispielsweise Herbert Mohr, der für die AfD im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt, am Silvesterabend erkannt und freundlich der Gegend verwiesen.
 
Es zeigt sich, dass durch die ausdauernde Arbeit verschiedenster linker Zusammenschlüsse und durch direkte Aktionen gegen mehrere Läden, die die AfD nutzt, der Partei erfolgreich der Kontakt zu ihrer Basis erschwert werden konnte. Der neue Notvorstand treibt die Entfernung von der Basis nun weiter und überlegt Parteitage nur noch im Delegiertenprinzip durchzuführen. Es scheint die Hoffnung zu bestehen für die mindestens 300 Delegierten einfacher einen Raum für den Parteitag auftreiben zu können. Ob die Basis hingegen solch ein Delegiertenprinzip begrüßt, ist strittig, gerade bei der Fixierung auf die basisdemokratische Organisierung. Gleichzeitig haben nun immer mehr Geschäftstreibende keine Lust auf Stress und Protest vor ihren Etablissements. Eine Reihe von Locations wie der Kartoffelkeller, Maritim Hotels und BonVerde haben die AfD nach kurzem Zwischenspiel schnell wieder vor die Tür gesetzt. 
 
Wir sagen: Gut gemacht! 
 
Viele Wirt*innen haben bereits ohne Intervention durch #keinRaum klar gemacht, dass sie die FaschistInnen der AfD nicht dulden. Die AfD versucht nun folglich Anmietungen anonym durchzuführen. So sind mindestens zwei Fälle bekannt, in denen die AfD Steglitz-Zehlendorf MitgliederInnenversammlungen durchführen konnte. Die Gastronom*innen setzten die AfD jedoch glücklicherweise nach kurzer Intervention durch #keinRaum oder auch nach einfachen Nachfragen von Anwohnenden wieder auf die Straße. Tatsächlich ist dies keine neue Strategie, so wird diese Art der Praxis seit vielen Jahren z.B. bei Neonazi-Konzerten verwandt, die als scheinbar harmlose Geburtstagsfeiern abgehalten werden. So versuchen die Neonazis unter dem Radius der Polizei zu bleiben, scheitern aber häufig an gut unterrichteten Antifastrukturen.  Man merkt von wo die AfD ihre Inspiration erhält. Beharrliche Vermieter*innen, die der AfD aus Überzeugung ihre Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen scheinen, hatten jedoch weniger Glück. So kam es in den letzten Jahren auch vermehrt zu Sachbeschädigungen. Zuletzt traf es Anfang März 2020 das Maestral in Reinickendorf, in welchem die AfD bereits seit längerer Zeit im eigenen Nebenraum Stammtische abhalten kann, sowie Ende März 2020 das Steakhaus Torero in Rudow.
 
Auch hier sagen wir: Gut gemacht! Es gilt: FaschistInnen anzugreifen, auf allen Ebenen und mit allen Mitteln!
 
Drei angekündigte Landesparteitage konnte die Berliner AfD nicht durchführen. Selbst der wiederholte Versuch ins entfernte Brandenburg auszuweichen scheiterte. Es hagelte Absagen. Auch den vom Notvorstand für in wenigen Wochen angekündigten Landesparteitag werden wir sabotieren. Die Erfahrungen des letzten Parteitages im Ballhaus Pankow zeigen, dass auch der Versuch eine einstweilige Verfügung auf Vertragserfüllung gerichtlich zu erlassen, kläglich scheitert. Dies wird viele rein monetär getriebene Vermieter*innen bestärken die AfD wieder vor die Tür zu setzen, bevor es zu Einschränkungen des Betriebs oder schlechter Publicity kommt.
 
Deshalb gilt es zusammenzuhalten: Wir sind mehr und besser im Versteckenspielen. Wenn ihr AfDlerInnen in Restaurants und Locations in eurer Nähe seht, schickt gerne die Informationen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und/oder sprecht die Restaurantbetreiber*innen direkt an, es kann gut sein, dass diese nicht genau wissen, wer bei ihnen bedient wird. Hausrecht bleibt Hausrecht und niemand kann dazu gezwungen werden RechtspopulistInnen zu bedienen – lasst uns zusammen den öffentlichen Raum verteidigen!
 
Meldet Aktivitäten der AfD:
beteiligt euch an Aktionen
#DankeAntifa
 
Zur Zeit leiden viele kleine Unternehmen und auch gerade Gastronomiebetreibende unter den Einschränungen, die durch das Corona-Virus verhängt wurden. Auch in dieser Zeit ist es sinnvoll, online und ohne persönlichen Kontakt, der AfD die Räume zu nehmen. Unsere Solidarität ist bei denen, die der AfD keine Anlaufstelle geben.
 

Zum dritten Mal in Folge plant die AfD am 1. Mai ein Fest in Pankow. Gemeinsam mit vielen Menschen ist es uns gelungen die AfD 2017 erfolgreich aus dem Bürgerpark Pankow und 2018 aus dem Bleichröderpark im Pankower Zentrum zu vertreiben. Diese Jahr planen die Rechten ihr Fest nun offiziell ab 14 Uhr vor dem Braunen Haus in Blankenburg (Alt Blankenburg 12a). Wie der Presse zu entnehmen war, hat sich der interne Streit in der Pankower AfD weiter vertieft. So wird die BVV Fraktion nicht an dem geplanten Fest teilnehmen mit der Begründung, man wolle nicht bei einem Nazi feiern. Dennoch wird das Fest auf eine große Resonanz innerhalb der AfD stoßen: rechte Hardliner aus ganz Berlin werden anreisen, um daran teilzunehmen. Es werden die anwesend sein, die kein Problem darin sehen, gemeinsam mit Neonazis und einem ehemaligen Angehörigen einer militanten Nazivereinigung zu feiern, Bratwurst zu fressen und Bier zu trinken. Wer zu diesem Fest geht, hat somit jegliche bürgerliche Fassade hinter sich gelassen und outet sich als knallharter Rassist und Faschist. Angesichts dieser Tatsache ist unser Protest umso wichtiger. Kommt alle am 1. Mai zur Demo gegen das AfD-Fest!

Anreise: 12.00 Uhr, S-Bhf. Gesundbrunnnen (Gleis 4)
Antifaschistische Demonstration – 13.00 Uhr – S Blankenburg

Am 18. August mobilisieren Neonazis erneut bundes- und europaweit nach Berlin-Spandau, um Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß zu gedenken und den deutschen Faschismus zu verherrlichen. Der Kriegsverbrecher Rudolf Heß hatte am 17. August 1987 im Gefängnis in der Spandauer Wilhelmstadt Selbstmord begangen, was von den Nazis geleugnet wird. Mit der Wiederbelebung der Heß-Märsche droht erneut ein neofaschistischer Großaufmarsch zum jährlichen erinnerungspolitischen Ritual der NS-Szene zu werden. Dieses Vorhaben müssen wir verhindern – gemeinsam und mit vielen unterschiedlichen Mitteln. Diverse Protestbündnisse mobilisieren gegen den Neonazi-Aufmarsch. Weitere Infos gibt es beim Berliner Bündnis gegen Rechts und der Antifa Nordost.