Die Floskel »Wir müssen die Sorgen und Ängste der Menschen in Deutschland ernst nehmen«, wird immer wieder heraufbeschworen, um für Verständnis bei den vermeintlich besorgten Bürger*innen zu werben. Dabei ist es eigentlich die Angst davor Privilegien zu verlieren, die wir zurzeit so laut vernehmen. Diese Angst heizt den menschenfeindlichen Hass gegen alles vermeintlich Fremde und gegen emanzipative Veränderungen an. Das passiert in den Köpfen, auf den Straßen und in den Parlamenten. Von Seehofer über Kurz bis Orbán zu Erdoğan und Trump : Sie alle träumen von einer Welt der Grenzen, Nationen und des Rückschritts.

Auch wenn die politischen Entwicklungen der letzten Jahre angsteinflößend sein können, wollen wir uns nicht in dieser verlieren, sondern uns gegenseitig Kraft für unsere politischen Auseinandersetzungen geben. Kämpfe gegen Nationalismus, Rassismus und anderen Widrigkeiten werden zunehmen und uns weiter begleiten. Wir schöpfen unsere Kraft aber nicht nur aus der Ablehnung der Zustände. Darum laden wir euch ein, gemeinsam mit uns eine bessere Welt zu denken, zu leben und zu erkämpfen. Wir wollen uns über die Utopien der emanzipativen Linken austauschen und diese gemeinsam diskutieren. Wir wollen uns klar machen, wie, warum und wofür wir eigentlich kämpfen und warum es sich lohnt, diese Auseinandersetzungen immer wieder und immer weiter voranzutreiben.

Anfang November schaffen wir mit euch einen Raum, in dem wir unsere Utopien gemeinsam denken können. Wir werden miteinander diskutieren, Vorträgen lauschen, Essen genießen und uns abends in solidarischer Atmosphäre vernetzen. Vom 04. bis zum 06. November 2018 veranstalten wir die Offenen Linken Vernetzungstage (OLiVe). Kommt vorbei und ergründet mit uns drei Tage lang gemeinsam Utopien. Nichts muss so bleiben, wie es ist – und wie es wird, haben wir in der Hand! Natürlich wie immer: Alles für umme!

Offene Linke Vernetzungstage: 2.-4. November 2018 / Schule für Erwachsenenbildung / Gneisenaustraße 2a

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