Die Revolten von 1968 werden heute von der neuen Rechten zum Ursprung allen Übels erklärt, von bürgerlicher Seite werden sie als damals notwendige Modernisierung der bestehenden Gesellschaft vereinnahmt. Die Akteure von damals – nicht nur Studierende und Künstler*innen, sondern auch Arbeiter*innen und Angestellte – forderten jedoch keine Modernisierung, sondern nicht weniger als einen Umsturz der Verhältnisse. Im Rahmen des offenen Plenums der Linken Liste an der TU Berlin werden deshalb am 21. Dezember ab 18 Uhr zwei zeitgenössische Reportagen, die sich mit dem Mai ’68 in Paris und den Folgen beschäftigen gezeigt: »Das ist nur der Anfang« (BRD/Frankreich 1968/69, Regie: Claudia von Alemann) und »Die Zukunft begann im Mai« (BRD/Frankreich 1971, Regie: Malte Rauch). Ort ist der AstA der TU Berlin.