Für den 1. Mai 2017 wurde in Halle eine Nazidemonstration von "Die Rechte" angemeldet. Mobilisiert wird u.a. von der Nazitruppe "Brigade Halle" und dem "Antikapitalistischem Kollektiv", welche bereits am 1. Mai 2016 in Plauen und am 1. Mai 2015 in Saalfeld mit massiver Gewalt auf sich aufmerksam machten. Erwartet werden mehrere Hundert militanter Neonazis aus ganz Deutschland. Bei ihrem letzten Maiauftritt in Halle 2011 scheiterten sie glorreich und beschritten aufgrund mehrerer entschlossener Blockaden und direkter Aktionen einen nur sehr kurzen Leidensweg durch die Abbruchviertel unweit des Hauptbahnhofs. Halle ist eine der Städte im Osten, in der Naziaufmärschen auch über die Großevents hinaus traditionell mit der nötigen Konsequenz begegnet wird. Aber auch hier sind die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten zwei Jahre infolge der sogenannten Flüchtlingskrise nicht spurlos vorüber gezogen. Auch in Halle erreichte die AfD bei den letzten Landtagswahlen knapp 20% und die bis heute stattfindenden fremdenfeindlichen Montagsdemos konnten in ihrer Hochphase im Winter 2015/2016 mehrere Hundert „besorgte Bürger“ mobilisieren. Neonazis agieren in Folge dessen zunehmend offener, selbstbewusster und gewalttätiger, 2016 gab es eine Vielzahl massiver rechter und fremdenfeindlicher Angriffe im Stadtgebiet. Vor diesem Hintergrund wird auch der erneute Versuch, in Halle endlich einen Aufmarsch und nicht nur einen Spießrutenlauf zustande zu bekommen, nachvollziehbar. Es muss darum gehen, den Nazis den Auftritt in Halle so gut es geht zu vermiesen. Nicht für ein besseres Deutschland oder ein bunteres Halle, sondern weil es richtig ist, ihnen in die Suppe zu spucken! Nice to beat you!

Infoveranstaltung in Berlin: Samstag / 22. April 2017 / 20 Uhr / Schreina47 / U-Bhf. Samariterstr.
Weitere Infos: nicetobeatyou.tk

Brandanschläge, zerbrochene Fensterscheiben, auf Hausfassaden geschmierte Drohungen: Seit mehreren Monaten erleben wir in Neukölln und in anderen Bezirken eine erneute Eskalation neonazistischer Gewalt. Nachdem im vergangenen Jahr vom Stammtisch bis ins Parlament gegen Geflüchtete gehetzt wurde und in der Folge der Zuspitzung des nationalistischen und rassistischen Normalzustandes die unzähligen Unterkünfte brannten, werden nun linke Läden, Cafés und politisch Engagierte aus unterschiedlichen Kontexten angegriffen. Auch rassistische Bedrohungen sind an der Tagesordnung. Was die Betroffenen eint, ist ihre politische Haltung oder vermeintliche Herkunft, die nicht in ein rechtes Weltbild passt. Nicht nur sie, sondern wir alle sollen eingeschüchtert und im Kampf für eine solidarische Gesellschaft geschwächt werden. Könnt ihr knicken!

Wir gehen davon aus, dass die Täter wieder aus dem gewaltbereiten Neonazispektrum kommen. Je stärker die neue rechte Bewegung wird, desto mehr fühlen sich auch militante Nazis berufen, ihre politischen Gegner*innen gewalttätig zu bekämpfen. Dies ist als rechte Kampfansage an einen erheblichen Teil der Neuköllner Bevölkerung und die linken Strukturen in der ganzen Stadt zu verstehen. Und wenn wir dabei eines sicher wissen, dann das von staatlicher Seite keine Hilfe zu erwarten ist. Wir müssen uns also selbst darum kümmern, dass die Angriffe nicht zur Normalität werden und die Nazis wieder in der Versenkung verschwinden. Also seid wachsam: Achtet auf euch, achtet auf eure Nachbar*innen, bietet Unterstützung dort an, wo sie gebraucht wird. Wir lassen uns weder einschüchtern noch spalten! Nazigewalt, Rassismus und erstarkende rechte Strukturen sind kein Problem der Peripherie und verlangen ein entschiedenes Entgegentreten in Form von praktischer Solidarität!

Aus diesem Grund organisiert ein breites Bündnis antifaschistischer und antirassistischer Initiativen eine Aktionswoche vom 20. bis 25. März. Neben vielen weiteren Veranstaltungen wird eine Demonstration am 25. März in Neukölln-Rudow den Höhepunkt bilden. Für eine solidarische Stadt, für die befreite Gesellschaft – jetzt erst recht!

Demonstration: Samtag / 25. März 2017 / 15 Uhr / U-Bhf. Rudow / Infos: neukoelln.blogsport.de

Am 8. März wird seit über 100 Jahren der Internationale Frauen*tag begangen. Solange Sexismus und patriarchale Verhältnisse existieren, bleibt dieser Tag wichtig für das Zusammenführen unserer feministischen Kämpfe und deren Sichtbarmachung. Angesichts des Erstarkens reaktionärer antifeministischer Kräfte wie der AfD, des Front National, Donald Trumps, der aktuellen Abtreibungsdebatte in Polen oder der Legalisierung von häuslicher Gewalt in Russland ist es wichtig, sich dem mit einem kämpferischen Ausdruck entgegen zu stellen. Dabei können wir nur ein Ziel haben: die Abschaffung der Geschlechterverhältnisse und des Patriarchats! Kommt deshalb zahlreich in den linksradikalen Block zur Demonstration am Frauen*kampftag 2017!

Demo: 8. März 2017 / 17.00 Uhr / U-Bhf. Hermannstraße

Wie bilden wir Ketten? Wozu Barrikaden? Wie verhalten wir uns bei Nazi-Kontakt? Was ist eine Bezugsgruppe? Wie bilden wir eine? Wozu überhaupt? Wie Verhalten wir uns auf Demos? Worauf sollten wir achten? Wie funktionieren Sitzblockaden? Mit welchen Repressionen müssen wir rechnen? Wie gehen wir mit ihnen um? Wo können wir uns vernetzen?

Viele Fragen, die uns in letzter Zeit häufiger begegnen. Bei verschäfter politischer Situation, vermehrten rassistischen und neonazistischen Übergriffen und Veränderungen innerhalb der berliner radikalen Linken, wollen wir wieder handlungsfähiger werden. Aus dem Rahmen es neugegründeten Offenen-Antifa-Treffens (OAT) Berlin heraus, haben wir uns deshalb dazu entschieden ein Aktionstraining zu organisieren. Hier soll ein Raum geschaffen werden, um Wissen zu teilen, aufzufrischen und uns zu vernetzen.

Denn: Antifa bleibt Handarbeit!

25. - 26. Februar 2017, Bunte Kuh, Benkastelerstr. 78 (Weissensee, Tram 12, 24 Rennbahnstr.)

Das Programm:

In der Nacht vom 11. Auf den 12. Dezember gab es in Neukölln mindestens drei Angriffe von Faschist*innen. Auf das linke Kollektivcafé k-fetisch wurde ein Brandanschlag verübt; der Buchladen Leporello, in dem 10 Tage zuvor eine AfD-kritische Veranstaltung stattfand, wurde mit Pflastersteinen attackiert; die Privatwohnung eines linken Aktivisten mit Steinen und Farbe angegriffen. Zumindest beim Brandanschlag auf das k-fetisch nahmen die Täter*innen die Gefährdung von Menschenleben billigend in Kauf, da sich das k-fetisch in einem voll besetzten Wohnhaus befindet. Diese Angriffe sind nicht die Ersten und werden nicht die Letzten gewesen sein: Auf der Facebook-Seite der Nazi-Gruppe „Freie Kräfte Neukölln“ wurde eine Grafik mit linken Orten und eine weitere mit Geflüchteten-Unterkünften veröffentlicht, die als mögliche Anschlagsziele in Frage kommen sollen.

Ermutigt durch die rechte Hetze in Deutschland und den erstarkenden Nationalismus in Europa, ungehindert durch die Behörden und mit der Erfahrung von über 100 Brandanschlägen auf Geflüchteten-Unterkünfte in den letzten zwei Jahren sehen sich die Nazis in der Offensive. Dies begünstigt ein gesellschaftliches Klima, in dem Menschen, die nicht ins reaktionäre Weltbild passen, vermehrt Angriffen auf offener Straße ausgesetzt sind. Das werden wir nicht unbeantwortet lassen – unsere Solidarität gegen eure Hetze! Faschos verpisst euch!

Demo: Freitag / 16. Dezember 2016 / 18 Uhr / U-Bhf. Hermannplatz

Am 26.11. lädt Bärgida, der Berliner Ableger von Pegida, zu einem wenig feierlichen Jubiläum ein. Zum 100. Mal wollen die Rassist*innen nun schon durch die Hauptstadt ziehen. Während sich die Nazis sonst am Montag treffen, verlegen sie diesmal ihren Aufmarsch und verbreiten ihre rassistische Hetze an einem Samstag. Sie treffen sich dazu um 14 Uhr am Hauptbahnhof.

Again and again and again….

Während die erste Bärgida-Demo noch von tausenden Antifaschist*innen unterbunden wurde, hat die Berliner Polizei mittlerweile dafür gesorgt, dass der Aufmarsch zum montäglichen Dauerbrenner geworden ist. Aber auch der Gegenprotest ließ sich nicht einschüchtern und steht jeden Montag bereit, um ein klares Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung zu setzen.

So ruft das breite, zivilgesellschaftliche Bündnis #NoBärgida auch am Samstag, dem 26.11. zu einer Demonstration auf. Diese startet um 12 Uhr an der Kruppstraße und führt anschließend durch Moabit und Mitte. Unter dem Motto „Stand up – Speak up“ nehmen auch wir als autonome Antifaschist*innen gern daran teil. Wir sind aber der Meinung, dass es nicht nur bei diesem Protest bleiben darf. Antifaschistischer Widerstand bedeutet auch, dass wir die wöchentlich wiederkehrende Erlebniswelt der Nazis zum Wanken bringen und ihnen den Spaß am Demonstrieren nehmen.

Alles muss man selber machen…

Die Aktionen rund um die letzte „Merkel muss weg!-Demo“ und die zweistündige Blockade am Oranienburger Tor haben gezeigt, dass sich antifaschistischer Protest in Berlin wieder Aktionsräume nehmen kann. Wir wollen mit euch an diesen Teilerfolg anknüpfen und den 100. Bärgida-Aufmarsch zum Desaster machen. Dazu gilt es, der statischen Strategie der Polizei wieder unkontrollierbaren Protest entgegenzusetzen. Wir vertrauen dabei nicht mehr nur auf durchchoreographierte Blockade-Versuche, sondern informieren uns selbst über mögliche Formen der direkten Intervention gegen den Aufmarsch der Rassist*innen.

Wir werden am 26.11.2016 bereit sein, um uns der rassistischen Hetze von Bärgida entschlossen entgegenzustellen. Es gibt immer Lücken im System. Lasst uns diese ausnutzen! Wir werden keine weiteren 100 Nazi-Demos in Berlin zulassen!

Kommt dazu am Samstag, den 26.11., um 14 Uhr zur Kundgebung von NoBärgida am Berliner Hauptbahnhof. Ab 16 Uhr gibt es eine Kundgebung vor dem Friedrichstadtpalast, welche unmittelbar an der Naziroute liegt. Wir reisen dazu gern über die Bahnhöfe Naturkundemuseum, Oranienburger Tor und Friedrichstraße an. All diese Punkte liegen auf der Naziroute - dort sind wir goldrichtig!

Haltet euch auf dem Laufenden! Unter den Hashtags #nobaergida und #b2611 stehen euch am Tag aktuelle Infos zur Verfügung. Organisiert euch in Kleingruppen und lasst uns zusammen Bärgida das Jubiläum vermasseln! Aktuelle Infos gibt's bei den Genoss*innen von NoBärgida und am Samstag auf www.demoticker.org und auf Twitter unter @berlinnazifrei!

Der 21. November erinnert uns schmerzhaft daran, wie hoch der Preis sein kann für Mut, Engagement und Leidenschaft. Nicht, dass dieser der einzige wäre...aber es ist kein Tag wie jeder andere. Vor fast 24 Jahren wurde Silvio Meier von einer Gruppe Neonazis erstochen. Er und seine Freund*innen wollten das offene Auftreten von Faschisten nicht unwidersprochen lassen. Auf dem U-Bhf. Samariter Straße sprachen sie am Abend des 21. November 1992 eine Gruppe junger Neonazis auf einen faschistischen Aufnäher an. Im Zuge dessen zogen die Faschisten ein Messer und stachen auf Silvio Meier ein. Er starb kurze Zeit später. 

Bereits beim Element-of-Crime-Konzert war er mit einem Angriff von Neonazis konfrontiert. Angesichts des erstarkenden Rassismus und Neofaschismus im  wiedervereinten Deutschland stellte er sich den Neonazis aktiv entgegen. Sein Engagement kostete ihn am 21. November 1992 das Leben. Wenige Tage nach der Tat, am 23. November 1992, kam es in der Kleinstadt Mölln zu einem schweren rassistischen Brandanschlag auf 2 Wohnhäuser. Im Feuer starben damals drei Menschen. Einigen von uns erschien es schwer zu glauben dass solche Zustände in Deutschland wieder möglich seien. Heidenau, Freital und Bautzen haben diejenigen von uns, auf bittere Weise Lügen gestraft. Die Ereignisse um uns herum erinnern in erschreckender Weise an die Pogromstimmung Anfang der Neunziger Jahre in Deutschland. Bedrückende 850 Attacken auf Flüchtlingsunterkünfte gab es laut BKA, allein im vergangenen Jahr. Auch deswegen wird es in diesem Jahr wieder eine Mahnwache und eine Demonstration in Gedenken an Silvio Meier geben. Am Tag der Demonstration planen die Deppen von Bärgida, zudem ihren hundersten Aufmarsch! Zeit, für praktischen Antifaschismus, wie wir finden!

Mahnwache: 21.11.2016 « 17 Uhr «U-Bhf. Samariter Straße (U5)
Antifa Action gegen Bärgida: 26.11.2016 « 14 Uhr « Hauptbahnhof
Demonstration: 26.11.2016 « 17 Uhr «U-Bhf. Samariter Straße (U5)

Infos unter NoBärgida, unserer Broschüre zum Gedenken von 2012 und bei den Genoss*innen von der radikalen linken berlin

Am 5.11.2016 werden erneut hunderte Neonazis unter dem Motto „Merkel muss weg“ organisiert von „Wir für Berlin – Wir für Deutschland“ durch Berlin Mitte ziehen. Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr wird der Aufmarsch von Enrico Stubbe angemeldet. Der Zusammenschluss von NPD, AfD, Pro Deutschland, Rechten Hooligans und „besorgten Bürgern*innen“ an diesem Tag ist eine gefährliche Mischung. Sie verbreiten weitestgehend unbehelligt und wie so oft von der Polizei geschützt ihre rechte Propaganda gegen Geflüchtete und gegen Menschen die nicht in ihr rassistisches Weltbild passen. Das Resultat ihrer rechten Hetze zeigt sich mittlerweile täglich in Form von gewalttätigen Übergriffen auf Geflüchtete und andersdenkende Menschen in Berlin und Deutschland. Das wollen wir nicht mehr länger hinnehmen. Daher lasst uns an diesem Tag erneut ein solidarisches Zeichen setzen gegen ihre Propaganda!

Vortreffpunkt: 05.11.2016 / 15.00 Uhr / Oranienburger Str.  Ecke Friedrichstraße
Antifaschistische Kundgebung: 05.11.2016 / 13.00 Uhr / Washingtonplatz (Berlin HBF)
Weitere Infos: nazifrei.berlin & Bündnis gegen Rechtswww.demoticker.org

Im November haben wir das Experiment Offenes Antifa Treffen (OAT) Berlin gestartet. Seit dem haben wir uns drei mal getroffen. Wir haben neue Kontakte geknüpft, Einschätzungen ausgetauscht und erste Projekte angeschoben. Diesen Prozess wollen wir fortsetzen. Wir haben uns daher auf drei weitere Treffen verständigt. Wir freuen uns auf alle, die schon mal da waren und alle, die noch dazu stoßen möchten.

11. Februar, 11. März und 8. April
jeweils 18 Uhr in der Schreina47
(Schreinerstr. 47, Friedrichshainer Nordkiez)

Auch in diesem Jahr findet in Berlin erneut der Offene Linke Jugendkongress, auch Juko genannt, statt. Geboten wird ein breites Programm von praktischen Workshops und inhaltlichen Vorträgen. Natürlich wie immer für umsonst. Daneben besteht die Möglichkeit mit Gleichgesinnten zu diskutieren und sich zu vernetzen. Wir wollen Widerstand gegen die rückwärtsgewandten Teile der Gesellschaft leisten und die bereits erkämpften Errungenschaften verteidigen. Gleichzeitig gilt es eigene Antworten auf aktuelle Probleme zu finden. Was kann man gegen neue und alte Nazis tun? Welche Kritik haben wir an Religion? Wie verteidigen wir uns gegen Angriffe von Rechten? Was verstehen wir unter Antikapitalismus? Unser Ziel haben wir dabei klar vor Augen: Wir wollen das (Zusammen-)Leben ohne Unterdrückung und Ausgrenzung gestalten. Wir wollen gemeinsam und solidarisch in Freiheit leben. Bei unserem Bemühen haben wir das Glück nicht von vorne anfangen zu müssen. Es gibt eine lange gewachsene linke Bewegung mit Wissen und Erfahrungen sowie einer Kultur der Solidarität und des Austauschs. Bei dem kommenden Linken Jugendkongress in Berlin wollen wir uns daher verschiedenen bestehenden Theorien und Ansätzen zur Analyse der Verhältnisse widmen. Wir wollen diese gemeinsam diskutieren und uns auch über eigene Ideen austauschen.Kommt zum vierten offenen linken Jugendkongress in Berlin und lasst uns die Zukunft in Angriff nehmen!

Facts: Der JuKo findet dieses Jahr vom 14.-16. Oktober in Charlottenburg im Schloß19 statt. Für Futtern, Trinken, Unterhaltung, Inputs, diverse Workshops, barrierearme Räumlichkeiten, Mucke, Pennplätze, Entspanntes und Spannendes … ist gesorgt. Natürlich wie immer für umsonst. Weitere Infos findet ihr hier.